Lackaufbau

  • Ich hab jetzt den dickschichtfüller einmal komplett mit 400 geschliffen, bin aber leider an 3-4 stellen bis aufs Blech durch. Vor dem decklack muss da ja noch was drauf, ich hab aber nur den 2K dickschichtfüller oder 2K epoxy Grundierung da. Epoxy trägt weniger auf, oder? Ich hab halt keinen Bock noch wieder so ewig zu schleifen.

    Alternativ hab ich noch ne Dose mit 1K Grundierung, wär mir am liebsten weil am wenigsten Ballet, aber trau ich mich das unter dem 2K decklack?

    Wie sie die geschätzten meinungen?


    Ach ja, die Karre ist nur Übung und ohne Bilder weil falschantrieb.

  • Hast du direkt mit 400er von Hand geschliffen oder mit der Maschine?

    400er ist etwas grob, soll heissen du solltest mit 600 nass nachschleifen.

    1K Grund kann funktionieren. Kommt meist auf den Verdünner an den du dem Lack bei gibst.

    Kleines Farbmuster auf Blech würde Aufschluss geben

  • 400 mit excenter und 320, 400 mit Hand. Mit Wasser mach ich nix, das muss ohne das gepütscher gehen.

    Farbmuster: 1K Grundierung aus der Dose auf probeblech und dann nach aushärten versuchen ob es sich durch den verdünner des decklack ablösen lässt?

    Einmal editiert, zuletzt von miguel ()

  • Ep ist top.

    Kenne aber keinen Lacker der nochmal einen Tag trockenzeit einlegt um dann weiter arbeiten zu können.

    Real ist doch eher die blanke Stelle mit UV oder sonstigem abzudecken.

    Solltest du also keine Zeitdruck verspüren dann Ep.

    Farbmuster klar um die Verträglichkeit zu testen bei Einkompgrund.

    Wenn du schon kein Wasser zum schleifen nimmst solltest du wenigstens mit Kontrollfarbe und 500er trocken schleifen.

    so gehst du sicher, daß die Kratzer vom 320er trockenschliff auch weg sind.

    Problem ist das sich 320iger von Hand tiefe kratzer macht.

    Von daher schleife ich 320 nur mit Maschine.

    Mit Wasser schleife ich um die Oberfläche beurteilen zu können, da durch den Glanz sich schon einges an Unebenheiten erkennen lassen.

    Soll aber Leute gebebdie das nicht brauchen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Pitsgarage ()

  • Ok, danke für die tips. Der Wagen ist wirklich nur wie ein großes Übungsblech zu sehen. 320 hab ich vor dem 400 genommen, weil sonst die Ecken, wo der excenter nicht hinkommt noch viel länger gedauert hätten.

    Mal sehen, wie sehr das sichtbar ist.

  • Spraydosengrundierung lässt sich natürlich durch den verdünner anlösen, nicht schnell und einfach, aber es geht. Also doch noch den ep in die Pistole. Nun denn.

  • kleine durchschleifer kann man mit grundierfiller aus der dose nachsprühen. und wenn eine karosse einmal kompl. gefüllert ist, wird sie kurz nass von hand mit 600er überschliffen, geht doch fix im gegensatz zur vorarbeit

  • Ich hab die Stellen jetzt mit EP nachlackiert, lässt sich aber blöd schleifen, auch nach 2tagen warten bei 20grad.

    Ich hab den Füller in der ersten Runde zu knapp gesprüht, dadurch ist es vielfach sehr rauh geworden, entsprechend lange hat das Füller schleifen gedauert. Aber jetzt hab ich keinen Bock mehr. Morgen werden die Einstiege und alle innenkante farbig und dann mach ich in zwei oder drei Schritten die außen haut.

  • Jetzt fehlen noch die Seiten.

    Dach Hauben und Einstiege sind fertig. Soweit bin ich zufrieden. Gibt es noch tips, was man gegen die Fusseln machen kann, die die ansonsten ganz gute Oberfläche stören?

    Ich hab abgepustet, gesaugt und mit honigtuch gewischt. Sind das die eigenen klamotten, die fusseln?

  • mit silikonentferner abgewischt?


    ansonsten ist halt in der garagenluft viel staub, deswegen gibts ja kabinen

  • Sind das die eigenen klamotten

    auch. feuchte mal deinen Garagenboden noch etwas an. Bindet ja den Staub. Vorm Lackieren nicht viel rumlaufen und viel Zeugs rumbewegen. Wenns geht vor der Garage oder woanders klamotten Schuhe und Haare mit Druckluft kurz abpusten, oder klopf dich gut im Wind ab bevor du in die Garage gehst. Nicht so in der Garage rumhetzen sondern langsam sich bewegen zumindest nicht schnell. Nicht mit den Schuhen über den Boden schlürfen. Feuchter - nicht nasser Boden wird unheimlich schnell wieder trocken. Nur abschnittsweise und zügig zb. nur eine Tür oder ein Kotflügel lackieren zur Not auch 2 Teile, aber nicht gleich das halbe Auto. Vor dem Lackieren schon 1 Tag zuvor alles zurechtlegen, inklusive Pinzette und Schlauch sodass du am Lackiertag nur noch Druck einschalten tust, und die Pistole am Schlauch hängst und Zeitnah gleich loslegen kannst. Du hast doch nicht etwa den Kompressor in der Garage wo Lackiert wird zu stehen ? Mehr fällt mir aus dem f.f. so aus der schnell nicht ein.

  • Im Winter ist eh Kacke.

    Bevor ich noch keinen Lacker hatte hab ich mit dem Hochdruckreiniger den Staub aus der Luft geholt.

    Den Kompressor nicht im selben Raum betrieben, um Luft von draussen zu haben der für Überdruck in der Garage sorgte.

    Hab auch mal die Fenster ausgehängt und durch Lüfterzargen ersetzt und die Lüfter mit ner Batterie betrieben.

    Nach einem kleinen Zwischenfall bin ich dann dazu über gegangen die Batterie auch nach draussen zu packen.

    Jedenfalls solltest du immer schauen das an den Türspalten kein Luftzug den Staub aufwirbelt.

    Soll heissen wenn du dazu über gehst den Farbnebel abzusaugen sollte immer genug gefilterte frischluft zugeführt werden.

    Ansonsten sorgt der Wirbel an den Spalten für mehr Dreck im Lack als ohne Farbnebelabsaugung.

    Ach ja auch bei kalten Temperaturen keine Wollmütze und sowiso am besten nackt lackieren.

    Das mit dem Zündfähigen Gemisch beim Lacken ist übrigens kein Witz.

    Die Kälte ist nicht gerade des Lackers Freund muss viel drauf . Von daher erst gut ablüften lassen bevor du anfängst zu heizen sonst fängt der Kram an Läufer zu bilden.

  • Ok ich beschreib noch etwas mehr: Garage ist 5x9m 3,50hoch und auch meine Werkstatt. Rundherum alles gegen den farbnebel mit Folie abgehängt. Fußboden mit Pappe ausgelegt, damit nicht der Boden komplett eingesaut wird, daher ist das mit dem anfeuchten bisher ausgeblieben. Ich hab nach dem absaugen der zu lackierenden Flächen sehr gründlich mit silikonentferner gewischt, dann bei offenem Tor gepustet und anschließend honigtuch.

    Bewegungen möglichst bedacht aber das mit dem ruhen lassen für einen Tag könnte was bringen.

    Ich hab jetzt schon drei Schritte, also erst Innenkanten von Türen und Hauben und Einstiege. Dann heute heckklappe Dach und Motorhaube und Montag die Seiten und Heck. Noch mehr kleine Flächen lackieren, da hab ich nicht die Nerven für.

    Ich denke der farbnebel ist nicht das Problem, es sind eindeutig Fussel im Lack.

    Klamotten draußen ordentlich abgeklopft.

    Beim lackieren ist das Tor zu, ca 10min nach Ende Lacken hab ich zum ersten Mal den Nebel abgelassen, dann in Intervallen noch zweimal. Der Raum ist halt im Haus und der Gestank mit alles. Die Fusseln waren aber schon vor dem Lüften im Lack.

    Vermutlich ist ohne dicke Belüftung nicht viel mehr drin.

    Ich lass bei der nächste Runde mir mehr Zeit zwischen säubern und Honigtuch und vielleicht Sprüh ich Wasser auf die Pappen, aber senkrechte Flächen sind auch nicht so empfindlich gegen Staub. Die Be und entlüftung muss schon richtig was können oder?

    @ pitsgarage du hast die Nummer mit den zündfähigen Gemisch unbeschadet überlebt? Ich dachte da bleibt kein Stein auf dem anderen.

    Ach ja, der kompressor ist zu groß für die Werkstatt und steht draußen im Schuppen, die Werkstatt hat min 18 grad. Also frieren müssen der Lack und ich nicht.

  • Sind doch fast Perfekte voraussetzungen Miguel, mehr geht im Privaten Bereich ja fast nicht. Glückwunsch :thumbsup


    Ich hab früher sogar einzelteile im tiefsten Winter Lackiert, ohne Heizung in der Garage/Werkstatt.

    Lack Fertig angemischt und auf so eine alte Kaffekocherplatte erwärmt bis die ersten rauchschwaden aufkamen. Das zu Lackierende Teil auf Zwei Böcke gelegt und darunter ein Katalytofen geschoben.

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    Durch die aufsteigende Wärme war das zu Lackierende Teil Ruck-Zuck durchgewärmt, unzwar so richtig. Ofen AUS machen (ist eine offene Flamme) und mit den mehr als vorgewärmten Lack umgehend loslackiert. Lack und Blech dachten also ist gerade brütender Hochsommer. Zwischen den einzelnen Lackiervorgängen den Ofen immer wieder angeschmissen. Du kontest förmlich zusehen wie der Lack im schon fertig Lackierten Bereich anfing zu trocknen. War fast wie eine kleine Einbrennlackierung. Was ich damit meine, du hast ja schon Super voraussetzungen was den Staub angeht und überhaupt. Hast aber trotzdem weiterhin Probleme damit. Dann probiere doch mal Methoden aus damit der frische Lack besondern schnell abbinden kann sodass sich erst gar kein oder nur marginal wenig Staub sich auf den frischen Lack setzen tut indem du die Abbindezeiten drastisch reduzierst ? Gibs ja auch Verdünner die schneller ablüften als andere (Thinner Fast). Vielleicht hast du sogar auch die möglichkeiten mit IR Strahlern die zu lackierende fläche vorzuwärmen oder eben mit so einen Katalytofen? 18 Grad ist schon äusserst Grenzwertig. meine Regel ist, ab 20 Grad kann ich machen. Nicht nur weils je kälter es ist, der Lack länger braucht um "Staubresistent" zu werden, sondern vor allen weil an kanten und Sicken an stehenden Teilen sich läufer bilden können die einfach nicht aufhören wollen zu laufen..


    Mit Druckluft den ganzen Raum zu Putzen musst du wenn du das tust schon 3-4 Tage vorher beginnen. Du wirbelst da Staubnester auf wo du nie gedacht hast das du soviel Staub in deiner Garage hast und alles legt sich - natürlich - aufs Auto und auf die eventuell schon abgehangenen Wände nieder. Klasse. Musst du also mehrmals über die Tage machen. auf meinen Boden brauchte ich nicht groß zu Achten, und Wasser bindet ja auch den Overspray sodass der Boden weitgehenst geschont bleibt. Mit Pappen weiss ich echt nicht, die ist doch offenporig und wenn du da zb. auseinandergefaltene Umzugkartons (so wie ich die mir immer beim Schrauben hinlege wenn ich mal ne weile auf den Boden sitzen muss) hinlegst also noch Luft drunter ist, können die beim rauftreten wie ein Blasebalg wirken. Und Pappe zieh natürlich sofort an, müsstest du also wirklich richtig Nass machen die Dinger.


    (Mir ist schon klar das bei zu großer Hitze von Blech und Lack es Probleme geben könnte. Der Lack kann durch zu schnelles ablüften nach dem austrocknen etwas stumpf aussehen, oder zieht sich durch das zu schnelle austrocknen nicht richtig, sodass er nicht richtig glänzt. Aber man muss eh immer Nacharbeiten, also nach Durchhärten komplett nochmal durchschleifen und aufpolieren, sieht dann alles aus wie Echt :tongue )

  • Ja, die Bedingungen könnten schlechter sein, das stimmt. Mal sehen wie weitermache, am Ende ist die Karre nur ein Übungsstück, war vorher nichts wert und das wird sich durch den Lack kaum ändern. Ist halt eine echt dankbare alltagsbimmel und die Familie hat sich zum Ende hin geweigert da einzusteigen weil sie so ranzig aussah. Weiß mit ganz viel Rotbraun und schwarzen Blechteilen.


    Beim verkürzen der Zeiten durch Wärme oder ultrafast thinner bin ich zögerlich, hatte gestern schon Bammel, dass sich der Lack noch glatt zieht, die erste Lage hatte ich teilweise etwas knapp gesprüht.

    Na dann mach ich heute mal den pustefix und verschiebe Lacken auf Dienstag.

    Dank für die Antworten.

  • hatte gestern schon Bammel, dass sich der Lack noch glatt zieht, die erste Lage hatte ich teilweise etwas knapp gesprüht.

    Das kann man bei stehenden Blechen doch gerne auch machen. Vor allem wenn man nicht sonderlich geübt ist, oder Temp oder Visko nicht Perfekt ist. Erstmal eine dünne erste Schicht aufs Blech Nebeln und anziehen lassen. Das ist dann die Basis auf dem du den "richtigen" Lackaufbau dann aufträgst. Logischer Vorteil der Sache ist, das die nächste deutlich dickere Schicht fast gar nicht dir weglaufen kann. Die Lösemittel der nächsten Schicht lösen auch die vorgenebelte Schicht wieder an, also alles kein Problem.

  • Ich habe in einer ziemlich engen Garage (2,70 x 5,50) bei offenem oder halbgeschlossenem Tor lackiert, eine Seite nach der anderen (das Auto stand auf rollbaren Pseudo-Go-Jacks)

    Einen Tag vorher alles abgefegt, auch die Decke, damit die abblätternde Farbe mir nicht in den Lack fällt.

    Vor der Lackierung den Boden nass gemacht (saugfähiger Betonboden).

    Kompressor im Freien.

    Einweg-Overall angezogen, Kappe (die Haare sind wohl eine ergiebige Staubquelle) und Vollschutz.


    Mit langsamen, gleitenden Bewegungen lackiert (quasi wie Tai-Chi), also jede Stelle nur ein Mal besprüht, in überlappenden Streifen.

    (Man sieht ja in Videos oft die Lackierer um das Auto herumtanzen und mit der Pistole wild herumfuchteln, Sprühstoß hier, Sprühstoß da. Bei mir war das ganz anders.)

    Begonnen in der Sackgasse, dann nach außen vorgearbeitet.


    Mit Staub hatte ich praktisch null Probleme, obwohl vermutlich jeder Lackierer einen Herzinfarkt bekommen hätte angesichts der Bedingungen.


    Ich führe das zurück auf das geringe Volumen der Kammer, in die ja zusätzlich noch Überdruck eingebracht wurde durch das Sprühen, sowie die langsamen Bewegungen zurück. Vielleicht ist das 3-in-1 auch einfach gutmütig und schliesst den Staub vollständig ein.


    Unter Deinen Bedingungen würde ich mir ein Kämmerchen aus Rigips-Platten bauen, vielleicht noch die Innenflächen mit so einem Honig-Lack besprühen.

  • Ich glaub die kleine Garage kann man viel besser staubfrei bekommen, als einen größeren Raum. Mittlerweile denke ich, dass ich beim abpusten den Wagens nicht gründlich genug war und mir durch die lackierpistole Staub aus den Fugen aufgescheucht habe. Kappe hab ich auf, den farbnebel möchte man nicht auf den Haaren haben, aber ich glaub, der Anzug ist noch eine Überlegung wert.

    Für die rigipskabine bin ich viel zu faul und dafür ist auch das Ergebnis zu gut, ganz vielleicht denke ich über eine Folien Kabine nach, wenn es mal ein Auto gibt, wo ich gerne weniger Fussel hätte. Dafür ist ja das richtige Objekt, ich kann praktisch üben ohne wirklichen Schaden anzurichten.