Ford Sierra - Umbau auf​ 2.3 8V

  • Heute ging es weiter.


    Zuerst sei bemerkt: Das Blech was an einem Stift hin ist raus. War ganz einfach, man kann den Stick von oben durchtreiben. Wenn der Block sauber ist sieht man das auch sofort. Warum man das macht erschließt sich mir noch immer nicht.


    Beim Zerlegen ist mir aufgefallen, dass der Motor wahrscheinlich kurz vor einem Schaden stand!

    Die Befestigung der großen Führungsschiene war nicht mehr gegeben.

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    Beim Demontieren vom Kopf ist mir eine Mutter von den Lagerböcken der Nockenwellen vorne in den Schacht für die Steuerkette gepurzelt und gaaaaaaanz nach unten gefallen. Prost Mahlzeit, wenn das in eingebauten Zustand passiert und man nur schnell ne Kopfdichtung machen will :catch:


    Zum Glück bei mir nicht der Fall.


    Was mir noch aufgefallen ist, ist die Ölpumpe.

    Weiß jemand ob das so sein soll oder nicht?

    Man sieht links an der Pumpe eine Schraube, die aus der Pumpe kommt und am Block anliegt. Auf Grund der Tatsache, dass da lose n Scheibchen drauf ist, gehe ich von einem "Nein, dass soll nicht so!" aus. Auf Bild 2 sieht man es im Detail.


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    Und so sieht es aktuell aus. Wird jetzt gesäubert, und so weiter und so fort.


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    Axialspiel der Welle werde ich auch noch messen, denke aber vom Gefühl her, dass das i.O. ist.

    Pleullager, besonders von 3 und 4 machen mir was das Spiel angeht etwas Sorge. Axialspiel vorhanden, radial bin ich mir nicht sicher. Gucke ich mir nochmal genauer an. Vielleicht mach ich die Deckel auch auf und ersetzte die Schrauben gleich durch ARP Pleuelschrauben. Schaden kann es nicht.


    Honschliff ist in allen Zylindern noch deutlich zu erkennen. Bin guter Dinge.


    Die große Aufgabe wird das Anfertigen des kleinen dreickesförmigen Verschlussstückes für das Loch unter der Ölpumpe. Beim normalen 2.3er sitzt die Ölwanne drüber, die Wanne passt aber nicht in den Sierra. Die Sierra Wanne hat eine leicht andere Form, sodass an dieser Stelle eine Öffnung entsteht. Oben im Bild schön zusehen. Unter der Pumpe, das Stück, welches im Vergleich zur restlichen Ölwannendichtfläche dunkel ist.


    So, jetzt Bier :uglybeer:

  • Zumindest beim 2,0 DOHC kann es passieren das aus der Ölpumpe eine Schraube rausfällt und dann der Öldruck weg ist.

    Möglicherweise hatte der auch keinen Druck mehr und wurde deswegen ausgebaut?

  • Wenn das beim 2.0L passieren kann, kann das auch beim 2.3L passieren.

    Ohweh, klingt garnicht gut. Schreit nach Lager gucken und böser Überraschung. NW-Lager waren top.

    Fahrzeug wurde vom Vorbesitzer wohl 500km weit überführt. Der Motor war eigentlich für sein Kettenfahrzeugeigenbau gedacht. Will jetzt aber doch n Diesel mit mehr Bumms einbauen. Habe ihn als sehr vertrauenswürdig eingestuft...

  • Ging weiter heute mit Kleinkram.


    Ölpumpe ausgebaut, Block grob gesäubert und abgeschliffen, Dichtflächen und Kolbenböden grob gesäubert. Kleinkram halt.

    Dann mich mit dem schon angesprochenen "Loch" genauer beschäftigt und Maß genommen.

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    Auf dem Bild sieht man recht hübsch wo das Stück hin muss. Werde mir ein Alustück bauen (evtl lassen) und einen kleinen Dorn einsetzten, sodass der in das Sackloch greift. Morgen schaue ich mir das mit der montierten Ölwanne wiederholt an, hatte ich heute leider nicht bei.


    Sorge macht mir aktuell das Saugrohr der Ölpumpe. Bohrung im Block sind 20mm, das Saugrohr an sch hat nur einen Durchmesser von 15mm.

    Werde als nächstes am 2.0er Block messen und auch das Saugrohr vom 2.3er


    Größere Sorge macht mir, dass ich neue Kurbelwellenlagerbockschrauben brauche. Nämlich die vom 2.0L DOHC, bzw hier sind es dann Stehbolzen. Gibts natürlich wieder nicht mehr, nur die Schrauben vom 2.3er. Zumindest, was ich im Netz bisher gefunden habe.

    Hintergrund ist, dass ein Ölspritzblech verbaut werden muss. Bilder sehen ihr hier.


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    Vielleicht nehme ich auch Universelle Stehbolzen mit Muttern. Ist ja nun kein Hexenwerk. So gut wie gesichert ist, dass ich dann auch gleich die Pleuelschrauben durch hochfeste von ARP ersetze...wenn ich eh ran muss. Lager werde ich mir anschauen, wenn die gut sind bleiben die. Möchte mir das einmessen der Lager ersparen.


    Die Post hat mir heute meien 3te Einspritzdüse gebracht :smile Muss ich nur noch eine finden!

  • Schrauben aus dem altem Block gedreht.

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    Würdet ihr die nochmal nehmen? Bzw weiß jemand ob die wiederverwendbar sind?

    Ich habe lediglich eine englische PDF zum Motor, wo steht, dass die Pleuelschrauben ersetzt werden müssen, von den Hauptlagerschrauben steht da aber nichts.

    Pleuelschrauebn gibt es zu genüge zu kaufen, Hauptlagerschrauben find ich keine. Deutet eigentlich alles darauf hin, dass man die nicht erneuern muss.

    Drehmomente habe ich leider auch nicht, hat die jemand von euch?

    Das Problem ist, wenn ich auf Stehbolzen umbaue, ich nicht weiß, ob ich die Drehmomente ändern muss, dazu kommt dann noch die Tatsache, dass falls sie geändert werden müssen, ich nicht weiß wieviel....

  • Ich hätte keinerlei Bedenken, die Hauptlagerschrauben wieder zu verwenden.

    Pleuelschrauben natürlich austauschen.

  • fuer die hauptlagerschrauben schau welche fertigungsklasse das ist und nimm das moment aus der tabelle.

    wenn du fuer die pleuellager ARP nimmst, dann ueberzieh sie nicht, sonnst kanns passieren, das du das auge verziehst.

    ich glaub, da nehmen die hersteller auch den wert fuer die jeweilige fertigungsklasse.

    so wuerde ichs machen, wenn keine andere info da ist.


    edit: also wenn orginal pleuel die arp's nicht ueber das drehmoment der orginalschrauben anziehen.

  • Drehmomente habe ich mittlerweile gefunden! Juhu!

    Okay, werde ich tunlichst vermeiden.


    Mir ist da vorhin was auseinander gefallen )A(IMG_20200923_182741.jpg


    War aber auch gut so, denn das untere 5te KW-Lager hat ne Macke


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    Pleuel 2 hat auch eine kleine Ditsche, aber das wäre nicht weiter schlimm gewesen.

    IMG_20200923_183057.jpg


    Viel genauer konnte ich nicht gucken, da ich die falsche Brille auf der Nase hatte.

    Sieht aber gut aus soweit, gucke aber noch genau.

    KW-Lager sieht ebenso gut aus. Gott sei dank!


    Mehr Infos wenn ich mir alles genaustens angeschaut hab.

    Muss noch Plastigauge bestellen, dann gehts ab :smile

  • Wo kauft ihr Lager, wenns bei Kolbenschmidt und Mahle nichts gibt?


    Habe welche von "Glyco" gefunden, sagt mir aber nichts, kostet n Satz auch nur 30€. Scheint mir billig, wenn bei Burton und Fritz-Motorsport n Satz >130€ kosten.

    Bei Burton und Fritz-Motorsport steht aber auch nicht dran, was es für Lager sind (Hersteller). Fritz-Motorsport schreibt lediglich: Verstärkte/Verbesserte Ausführung. Spricht mich erstmal an...


    Über-/Untermaß nur bei Burton gefunden. Anlaufscheiben nirgends. Im Zweifel bleiben die alt.

  • Habe ich noch nicht dran gedacht.

    Messe ich die Tage aus und gucke.

    Aktuell muss ich eh auf Plastigauge warten. Hoffe ich bin im Soll-Maß

  • An deiner Stelle würde ich die Lager machen! Ölwanne wirst du ja eh abdichten wollen/müssen und es gibt keine bessere Gelegenheit die Lager zu tauschen als dann wenn der Motor draußen ist. Sonst wirst du dich immer fragen ob da noch alles gut ist, vor Allem mit der Leistungssteigerung etc.

    Du kriegst deinen Willen!!




    Heute mir alles mit der richtigen Brille angeschaut.

    KW sieht top aus. Alle anderen Lager bis auf die 2 erwähnten Schalen auch. Honschliff ist auch top.


    Ölabstreifring ist auf allen vieren fest. Kacke.

    Werd ich einweichen in irgendwas und gucken was geht. Wenn nicht -> Neu!


    Gehont wird aber nicht, Kolben und Pleuel bleiben auch alt. Irgendwo muss Schluss sein.

    Vielleicht geb ich das Schwungrad noch weg. Wenn da n paar Kilo fehlen ist das noch immer schwer wie Sau. 13kg wiegt es glaub ich. Wiege ich wenn ich es hier hab.

  • Hatte ich eh vor.


    Soll aber kein "High-Tech-Motorsport-Schwungrad" werden. N paar Kilo weg von dem Trümmer und gut ist. Soll alles gut fahrbar und entspannt fahrbar bleiben im Alltag.