Taunus MK1; neue Trommelbremmsen werden heiß

  • Hallo Zusammen.


    Bei der letzten TÜV-Abnahme von meinem Taunus MK1 Bj.72 2.0 V6 Coupe musste ich die Trommelbremsen wechseln, da sie schwer gingen und auch nicht richtigt gebremst haben. Habe daraufhin beide getauscht, Backen und Zylinder, quasi das ganze Innenleben, die Töpfe habe ich gelassen, die waren noch
    gut. Die Bremsflüssigkeit habe ich auch gewechselt und natürlich sauber entlüftet. Handbremse habe ich auch eingestellt. Der Prüfer war dann aber immer noch nicht zufrieden, weil es immer noch schwergängig ging, habe dann die Plakette aber doch bekommen (anderer Prüfer :D ) Ich dachte mir auch, das muss sich hat alles auch erst mal einfahren, dann wirds auch passen.
    Jetzt bin ich aber schon ein paar km gefahren, und es ist leider so, wenn er kalt ist, ist die Bremse offen und er läßt sich mit Gang raus und offener Handbremse leicht schieben. Wenn ich fahre, werden die Trommelbremsen extren heiß, und ich mache das gleiche Procedere, läßt er sich schon sehr schwer bis gar nicht mehr schieben. Also muss doch die Bremse hier irgendwo anstehen/ bremsen in diesem Zustand. Habe dann nochmal die Handbremseneinstellung kontrolliert, auf der Grube. Da ich die erste Einstellung im ausgehobenen Zustand gemacht habe, dachte ich es liegt vllt daran, dass sich beim Wiederaufsetzen, was verspannt. Das hat aber auch nicht geholfen.
    Kennt einer von Euch das Problem? Ich weiß nicht mehr weiter.


    Gruß Lutz

  • Hallo Lutz,
    Bremsschlauch zur Hinterachse zugequollen und deswegen kann die Bremsflüssigkeit nicht mehr zurück und die Bremse hinten schleift dann.
    Grüsse, Manfred

  • Oder der Dichtring im HBZ krempelt sich gelegentlich um und lässt dann keine Flüssigkeit zurück.
    Die Mechanik in der Trommel hast Du aber überholt und leichtgängig gemacht?

  • Es werden die Bremsschläuche sein wie Manfred schon schrieb. Bei BJ 72 ist das stark anzunehmen.
    Bei meinem Granada hatte sich der Vorbesitzer einen Wolf geschraubt...alles erneuert und trotzdem löste die Bremse nicht.
    ...An die Schäuche hatte er nicht gedacht...

  • musste ich die Trommelbremsen wechseln, da sie schwer gingen

    Wie meinst Du das? Musstest Du stark aufs Pedal drücken oder ging die Handbremse schwer?


    Ich habe auch, vorausgesetzt Du hast die Bremse korrekt erneuert, den Schlauch im Verdacht.
    Das Problem mit dem aufquellenden Kunststoff kenne ich. Darauf hat mich mal vor Jahren der Alex Berger von MM aufmerksam gemacht,
    als ich dasselbe heißlaufen wie bei Dir hatte. Ich hatte meinen alten Schlauch aber neue Radbremszylinder von MM. Auch neue Bremsflüssigkeit.
    Warum der Schlauch mit der alten Flüssigkeit nicht zugequollen ist, aber mit der neuen schon, das müsste ein Chemiker erklären, wir konntens nicht.

  • Ja, die alte Ware von 72 war teilweise noch für DOT 3 Bremsflüssigkeit ausgelegt.
    DOT 3 und DOT 4 sind eigentlich mischbar....offenbar wissen die alten Schläuche das nicht.
    Jedenfalls hatte ich das Problem mit zuquellenden Schläuchen schon in den Achtzigern an einem Taunus GT Coupe von 71.

  • Es wird wohl nicht an der Bremsflüssigkeit liegen, ab einem bestimmten Alter der Schläuche, gehen die einfach zu.
    Ist halt so und wenn ich die komplette Bremse auseinander habe, wechsel ich eh auf Stahlflex, natürlich nur die mit ABE.
    Werden in der Bucht in Massen angeboten.
    Grüsse,
    Manfred

  • warum?

    Nachbar mal zu mir: "Für Deine Stahflexschläuche kannst Du 8 Jahre lang jedes Jahr neue Gummischläuche rein machen." Ich darauf: "Sieht aber nicht so geil aus.".
    Dann jeder von uns nen Flens aufgemacht und herzlich gelacht.


    LG
    Andreas

  • ich werden demnächst mal auf den größeren granada bkv umbauen.
    vielleicht wirds damit etwas besser. aber unter ner guten, kraftvollen bremse verstehe ich was anders...


    in meinem alfa von 1970 sind vier scheiben. das dingen bremst, das ist ein traum

  • Mach Granada BKV, 23er HBZ, große Granada-Sättel, also die mit den größeren Belägen, und innenbelüftete Scheiben vom Capri. Dazu hinten die großen Trommeln.
    In Verbindung mit anständigen Dämpfer und Fahrwerksbuchsen bremst das sehr gut.
    Die Windbohrsalami konnte gar nicht glauben das ein Taunus so bremsen kann.