Ruckeln 2.3L V6

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  • Ruckeln 2.3L V6

    Hallo zusammen,

    nach dem Neuaufbau meines Motors macht mich ein Ruckeln fertig. An dieser Stelle soll jedoch erwähnt sein, dass der Motor so gut wie noch nie seit dem ich den Wage habe läuft, aber eben nicht hundertprozentig perfekt.
    Dieses Ruckeln tritt zum einen beim Beschleunigen auf, ein bis zwei kurze Ruckler beim mittlelstarkem beschleunigen bei etwa 2500(?) U/min.
    Zum anderen fängt er zu Ruckeln wenn ich die Gänge wirklich hoch drehe, 90 in der 3. oder so, wo es quasi schon weh tut :D
    Sowohl im Stand, bei Konstantfahrt, leichter oder starker Beschleunigung läuft er einwandfrei

    Neu gekommen ist am Vergaser:
    -alle Membrane
    -Dichtringe
    -alle Papierdichtungen
    Zusätzlich wurde der Vergaser (35/35EEIT) im Ultraschallbad gereinigt und alle Düsen geprüft. Beschleunigerpumpe arbeitet. Die Drosselklappen wurden synchronisiert, Zahnsegmente sind sauber und sehen gut aus. Ventile wurden neu eingeschliffen und Ventilspiel richtig eingestellt.

    An der Zündanlage:
    -Zündspule
    -Zündkabel
    -Verteilerläufer und Kappe
    -Unterbrecherkontakt
    -Entstörkondensator (nicht jedoch der Zündkondensator)
    -Zündkerzen

    Eingestellt wurde:
    -Zündzeitpunkt 9° v.OT (Bj. 1977) mit Pistole
    -Schließwinkel 38+-2° (im Moment bei 37°)
    -CO-Wert bei abgesperrtem Umlaufgemisch 2,5-3% (aktuell 3%) bei 600 U/min
    -mit Umlaufgemisch auf 1,5% bei 800 U/min (verplombter Vergaser um Abgasvorschriften zu erreichen)

    Zündverstellung arbeitet.

    Können die Symptome von einem defekt werdenden Kondensator kommen, oder doch von einer zu schwachen Benzinpumpe. In welchem Bereich arbeitet die unterdruckbetätigte "Beschleunigerpumpe", kommt die in Frage? Oder liegts an etwas genz anderem? Vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen. Danke im Voraus!

    LG David

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dorn_David ()

  • Hallo David, hast Du die Möglichkeit eine kontaktlose Zündung zu Testzwecken auszuleihen? Wäre mein erster Gedanke....
    Welche Zündkerzen fährst Du?
    Benzinpumpe würde ich nicht unbefingt ausschliessen, aber die Symptome sprechen nicht für einen Defekt an ihr.....
  • Danke für die Antwort! Nein leider nicht, schon gar nicht als 6-Zylinder.

    Hatte nur an die Benzinpumpe gedacht, weil für mich Spritmangel nicht auszuschließen ist. Bei offenem Vergaser sieht man jedoch bei Starterdrehzahl sehr schön Benzin in die Schwimmerkammer schießen. Der Schwimmer ist übrigens auf die 12 mm (glaube war der Wert, bin mir jetzt nicht mehr sicher, laut WHB halt) eingestellt ;)
    Zündkerzen weiß ich jetzt nicht auswendig, die von MM empfohlenen auf alle Fälle :)
  • Kann man ja im eingebauten Zustand sehen, sollten Motorcraft AGS22C sein, oder falls mm noch Restbestände haben sollte, AGR22C, ist egal.
    AAAAAAber ganz wichtig, die Kerzen vor´m Einbau immer alle angucken, es kommt recht häufig vor, dass einzelne (mal runtergefallen oder wie auch immer) quasi keinen Elektrodenabstand haben, wenn man ganz grobmotorisch veranlagt ist dann bekommt man es wohl auch hin den Elektrodenabstand beim Einbau zu beseitigen.
    Ich nehme inzwischen sogar oftmals beim Einbau eine Blattlehre in die Hand um alle Kerzen wirklich gleichmäßig zu haben, 0,6 oder 0,8 war´s je nach dem ob Transistor oder Kontakt (so meine Erinnerung, also lieber einmal im Handbuch nachgucken)
  • Von der anderen Seite betrachtet ist es , wenn ich die lange Liste dessen anschaue was schon neu ist, ja eigentlich nicht mehr viel was Du am Motor nicht schon getauscht hast. Wenn dann nach alldem dieser Fehler immer noch da ist dann würde ich tatsächlich zuerst mal mitm Zündkondensator anfangen, dann erst die kontaktlose Zündung einbauen. Die gibts immer mal wieder beim Auktionshaus oder Kleinanzeigen für nicht viel Geld, also Verteiler plus Zündbox. Ich selbst möchte keinen Unterbrecher mehr haben.
    Ich habe übrigens die Nase voll von Motorcraft Kerzen, fahre Beru UPT8 Titan , Unterschied wie Tag und Nacht was anspringen und Ansprechverhalten angeht, aber da hat jeder seine eigene Vorstellung

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ford17m ()

  • Da stimme ich vollkommen zu, sowohl bei dem Daumennagel, als auch bei den Kontakten, die sind nix, zumindest heutzutage, früher, als sie noch Stand der Technik waren, liefen die zehntausende km, dass was man heute noch neu kaufen kann, ist glaub ich alles der selbe Mist aus der gleichen indischen Fabrik, und taugt m.E. zum direkten wegwerfen ohne vorherigen Einbau.


    Verteiler und Steuermodul müßte ich noch übrig haben, meinen letzten Satz Kabelgelöt habe ich vermutlich dem Sandmann verkauft (das ist aber auch nix wildes, sieht mit original nur hübscher aus im Motorraum, die 5 Strippen kann man aber auch so zusammentüddeln).
    Guck aber erstmal nach den Kerzen usw, und falls du eh nur 500km im Jahr fährst ist ´s auch fast egal, wobei die Motoren mit Transistor schon besser laufen, einfach weil der Funke viel stärker ist, ich bilde mir zumindest ein es zu merken)
  • Danke an alle für die Antworten :D
    Elekrodenabstand wurde natürlich mich Fühlerlehre eingestellt, aber wenn die Kerzen Mist sind... :)
    Dann werde ich im nächsten Schritt nochmal Kerzen und Kondensator tauschen. Wenn das auch noch nichts hilft dann muss ich vielleicht doch meine Originalitätsfetisch hinten anstellen und auf Transistor umrüsten, aber zuvor möchte ich es so noch probieren :)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dorn_David ()

  • Was für Kerzen hast du denn drin, dass du meinst die seien Mist?

    Von dem Kontaktekram kommt man auch weg, ohne sichtbare Änderungen vorzunehmen, gibt so kleine Dinger die man anstatt Unterbrecher in den Verteiler baut, Guck mal nach Pertronix, gibt aber auch noch zig andere Hersteller, kostet glaub ich so um ´nen Hunni.
    Oder kontaktgesteuerte Transistorzündungen, aber da hat man dann wieder einen kleinen zusätzlichen Kasten im Motorraum.
  • Dorn_David schrieb:

    -CO-Wert bei abgesperrtem Umlaufgemisch 2,5-3% (aktuell 3%) bei 600 U/min
    -mit Umlaufgemisch auf 1,5% bei 800 U/min (verplombter Vergaser um Abgasvorschriften zu erreichen)
    Versteh ich nicht ...

    Sollte der nicht ca. 2,5% CO haben mit Umlaufgemisch , AU-Wert hin oder her ?
    Ich würde die Ventile nochmal prüfen wenn der Motor überholt wurde , kann sein da noch was mehr eingelaufen ist als man meint .
    Alkohol ist eine gute Sache , wenn man damit umgehen kann .


    Ich kann es nicht :!: :uglybeer:
  • er bezieht das wohl auf mein Statement dass ich zum Besten gegeben habe. Fürmich sind und waren die Motorcraft Dinger immer nur zweite Wahl, weil oftmals schon neu aus der Verpackung defekt, oder nach ner handvoll Kilometer dann defekt. Sind sie leicht feucht wollensie nicht richtig, also morgens beim Starten usw usw , habe deshalb diesen Kram von meinen Autos fern gehalten und alles war gut.
  • ich würde den Gaser ein wenig fetter stellen, die 1,5 sind eher was für die AU.
    Ansonsten Zündanlge: Das Ruckeln an sich ist ja nicht über den gesamten Drehzahlbereich. Hast du nach längerer Fahrt mal das Kerzenbild kontrolliert? Alle gleichmäßige Farbe, oder ein Ausreißer? Die Zündverstellung arbeitet, aber auch richtig? Passt der Verteiler von der Kennlinie her zum Motor? Die Unterschiede sind nicht groß, aber gerade im Teillastbereich eben möglicherweise störend.