Bremsanlage für die Nuss berechnen

  • Dass die großen Granadabremse vortrefflich tut wissen wir schon vom Micha.
    Ich will das auch so zusammen stecken, nicht nur, weil seit gut 20 Jahren Teile dafür rumliegen.


    Ich weiss nicht inwieweit das den Tüver juckt, was es mit der Bremse auf sich hat.
    Habe aber auch nicht das Verlangen, eine eventuell "ungünstige" Abstimmung später selber "in Erfahrung" zu bringen.


    Wer kann sowas Wasserdicht und Kugelsicher berechnen?
    Geht konkret um den Einsatz der großen Sättel mit den größeren Belägen mit Caprischeiben an der Vorderachse.
    Hinten normal die großen Trommeln der T-Achse.
    Tandem-BKV.
    Der 23er HBZ vom Granada (sind die dann alle gleich- auch für die großen Sättel?)


    Großes Fragezeichen währe nun, ob das nahtlos passt, oder noch z.B. ein Regelventil für hinten von Nöten währe.
    Statisch, oder wenn es das fürn Taunus gab, so ein Kugel-Dingens vorne neben dem BKV wie beim Grd.
    Als beeinflussende Faktoren könnte noch mit unterschiedlichen HBZ oder RBZ gerechnet werden.



    Oder gibt es gar was fertiges als Gutachten oder wasweisich??


    Währe schön wenn hier was bei rum käme.
    Tüv-verwertbar/belastbar soll´s auch nicht am Groschen scheitern.

  • Hi ,


    da ich auch eine ähnliche Problematik habe, kann ich vielleicht etwas zur Fragestellung beitragen.


    Wie gesagt, für alte Ford's war bei mir lange Sendepause und mir fehlt das Ford spezifische Wissen
    was man zusammen stecken kann und was nicht.


    Bremsdruchregler ist allgemein und nur Physik.


    Solange man das Verhältnis von Hebel, Übersetzungen und Reibflächen/Reibungs Koeffizienten
    nicht verändert, braucht es in der Regel keinen neuen HA Druckregler.


    Das heist wenn aus Komforgründen einen anderen HBZ oder BKV eingebaut wird spielt das für das
    Kräft-Verhältnis zwichen VA und HA keine Rolle.


    Wenn aber vorne z.B. eine größere Scheibe verbaut wird, ändert sich der Hebel, oder es werden
    Sättel mit anderem Volumen verbaut, ändert sich die hydraulische Übersetzung, oder es weden
    Beläge mit größerer Reibfläche verbaut, erhöhen sich die Reibkräfte bei gleichem Druck.


    Bei all diesen Maßnahmen muss der Bremskraftregler neu eingestellt oder eventuell besser gegen einen
    verstellbaren universal Regler ersetzt werden.


    Mein Taunus hat original einen Achslast unabhängig Regler verbaut.
    Also ein verstellbar universal Regler wäre somit möglich und würde das individuelle Anpassen ermöglichen.


    Wenn dies nicht beachtet wird kommt es zu folgenden Effekten.


    VA-Bremsleistungs wird bei gleichem Druck verbessern, verlängert sich der Bremsweg, da hinten unterbremst wird.
    VA-Bremsleistungs wird bei gleichem Druck verringert, riskiert man einen Abflug da hinten überbremst wird.


    Deshalb ist die Bremsleistungsaufteilung ein wichtiger Bestandteil der TypenGenehmigung sie sollte also passen,
    die Infos dazu kann der Tüv für das jeweilige Auto geben, Ford Köln konnte mir diese Frage leider nicht beantworten.


    Folgendes ist keine allgemein Anleitung zur Bremen-Berechnung und ist ausdrücklich nicht zur Nachahmung
    geeignet. Jeder der es trotzdem tut, tut das auf seine eigene Verantwortung und ist sich der möglichen
    Konsequenzen mit allen Folgen bewusst.
    Es ist lediglich mein persönlicher Ansatz um sich zu Versuchszwecken einen Überblick zu verschaffen.


    z.B.


    Original VA Bremseanlage:


    1. Kolbendurchmesser der Sättel ermittelt.
    2. das Füllvolumen pro Sattel für 1mm Hub errechnet.
    3. Das emittelte Füllvolumen der beiden Sättel addieren.


    4. Kolbendurchmesser des HBZ ermittelt.
    5. das Pumpvolumen bei einen 1mm Kolbenweg errechnen.


    6. das addierte Hubvolumen durch das Pumpvolumen teilen.


    Somit ist das hydraulische Übersetzungsverhältnis für 1mm Kolbenhub an BEIDEN Sättel ermittelt.


    Volumen = π · r2 · h


    Nach gleichem Verfahren und duch umstellen der Formel auf die jeweils zu ermittelnte Größe kann nun das
    Verhältnis der anden Teile-Konfiguration ÜBERPRÜFT weden.


    Ferner kann durch das variieren des Volumes vom Bemskraftverstärker, unabhängig von der hydr.
    Übersetzung die zu erbringende Pedalkraft verändert werden.



    Ich übernehmen keinerlei Haftung für Schäden die aus möglicher Anwendung dieser zur Veranschaulichung
    erstellten Erklärung entsehen.
    Die Richtigkeit und Vollständigkeit ist ebenso nicht garantiert.


    Ich hoffe das hilft bei der Antwortfindung, da sich vermutlich niemand den Schuh anziehen kann,
    remote, verbindlich eine wasserdichte Bremsanlage zu rechnen. Aber da der Schöne Taunus
    ja schon eine hat ist das auch nicht nötig, so sollte es recht einfach sein eine Vorstellung zu
    bekommen wie es aussehen könnte. Sorry für die vielen Konjunktiv's, bei so einem
    Thema im Netz muss das so.



    cheers benni