Welcher Vergaser? Gemischschrauben gesucht

  • Servus zusammen,


    hab da nochmal ne Frage (hoffentlich ist noch keiner genervt von meinen Fragen)


    Wollte heute am Vergaser rumschrauben (später kommt noch einer mit nem Motorenprüfgerät).
    Eigentlich läuft er eh ganz gut, aber trotzdem mal schauen.


    Bloß wo ist diese Gemischschraube?
    Habe kein Bild meines Vergasers gefunden, bzw. hat meiner die Schraube nicht dort, wo sie sein soll.



    Keine Schraube unter der Leeraufschraube



    Kann es die Schraube sein? Die ist ganz rein geschraubt.



    Oder die? Ist auch ganz drin.


    Vielleicht kann mir einer nen Tipp geben.



    Danke
    Gruß
    Walter

  • Auf Deinem letzten Bild ganz unten , ist so eine lange Nase des Vergasergehäuses, sieht man im Vorschaubild grade noch so.....


    Was Du schön eingekringelt hast halte ich für Düsen.

  • Vielen Dank für eure Hinweise.


    Habs heut eh nicht geschafft, was am Vergaser zu machen.
    Erst mal schauen,ob die Abdeckungen noch drauf sind.


    Gruß
    Walter

  • Doch ich bin an sowas damals auch immer gleich rangegangen. Nur um mal zu gucken. ;)  
    Man muss schon technikbegeistert sein und spass an der Sache haben, und auch wissbegierig sein. Ausserdem lernt mans nie,wenn man nur zusieht wie alles Prima läuft. Wenn aber mal was ist, ganz schnell seine grenzen sieht,sein Heil im Internet sucht, und man für sich selbst beide daumen drückt, die passenste oder logischste Antwort auch noch Zeitnah zu finden..
    Aus fehlern lernt man eben auch. Ungemein. (ja ich bin so einer der aus zerquetschen Fingern und falschrum montierten Lagern ne menge gelernt hat :) , dafür lernt man über die Jahre kniffe die in kein Handbuch stehen und viele dir nen Vogel in diesen Zeiten zeigen) beim Vergaserbefummeln kann ich dir aber einen der wichtigsten Tipps besonders ans Herz legen.. dreh nicht an alle Schrauben rum die dich optisch magisch anziehen.. sondern immer nur an einer ! Wenns mal doch zu sehr in den Fingern gekribbelt hat, und du hast an mehreren rumgedreht-- ( wollte doch nurmal sehn ob die sich überhaupt noch bewegen .. :P .. dann MERKE dir die stellung ( gewöhn dir an immer in 1/2 Umdrehungen zu denken..halbe umdrehung nach links, heisst - ne halbe umdrehung muss die dann auch wieder nach rechts.. nein, keine 2x mit der Hand so lala gedreht, und war so in etwa 1 Umdrehung ca.. Muss schon wirklich passen ! ), und drehe Sie auch dahin zurück. Nein nicht später nach dem 3. Bier , und vergesse ich schon nicht.. sondern sobald du das kannst,also gleich ) Und auch zuerst nur an die, von der du durch erkundigung genau weisst was für eine das ist. Sinn macht sowas auch eher nur, wenn du danach den Hobel im warmen Zustand auch wirklich mal um die Ecke rurvst,um zu sehen was du da so angestellt.. äähh.. sich da verändert hat. Im Stand wird sich an so mansch einer Schraubendrehung nix spürbar verändern. Denk bloss nicht - na dann kanns auch so bleiben.. Wenn du Glück hast, siehst du ab nun den Tankwart ab nun noch viel öfters wie zuvor..fällt dir natürlich erst in 4-5 Woche so langsam auf.. welche Schraube war das nochmal.. die hellere oder die etwas dreckerige.. in welche Richtig hab ich die wieoft gedreht .. hehe jaja.. ^^  
    Natürlich ist es Richtig und das sicherste zu sagen.. hast kein Plan ? Pfoten weg. Es haben aber leider die wenigsten jemand in unseren Zeiten an seiner Seite die einen was erklären, oder noch erklären können. Das ist normal,in vielen bereichen. Deshalb bleibt aus meiner sicht oft nichts anderes übrig ausserer selbst Hand anlegen, aus seinen eigenen Fehlern lernen und so eben auch irgendwann mal sein Schätzchen besser verstehn zu können.


    Prost !

  • Morgen,


    @Bierchen
    Ja, er läuft recht gut, mich nervt nur die hohe Leerlaufzahl (> 1000)
    Die Leerlaufschraube ist ganz raus, geht trotzdem nicht runter.


    Ich hab noch die elektrische Startautomatik in Verdacht, obwohl ich das Kabel zur Lima abgemacht habe.
    Eigentlich dürfte die dann nichts mehr machen, oder? Werd evtl. mal nochmak am Deckel rumdrehen, schauen was sich ändert.



    Gruß
    Walter

  • Moin .


    Ich würde es so wie Bierchen meint machen !


    Der Autofahrer hat aber auch nicht ganz unrecht. Nur brauchst du verdammt viel Ausdauer dafür und am Ende läuft er immernoch scheiße .


    Im übrigen hast du ja nen Weber auf deinem V6 , Orginal wäre da ein Solex drauf .
    Schlimm ist das nicht .


    Dein Problem . Dur musst bei 0 anfangen , sonst bringt dir das alles nichts !


    Ventile und Zündung z.B. müssen stimmen , sonst stellst du irgendwas auf irgendwas kurzfristig ein .
    Zündung kannst du bei 1000 U/min nicht einstellen .
    Zündkerzen sind eigendlich auch noch ein Faktor .
    Was hast du den für nen Luftfilter drauf , sind alle Unterdruckleitungen okay und richtig angesteckt .
    Auch das verändert die Drehzahl .


    Dann . Ist dein Vergaser 100% okay ?! Die Dichtungen und Membranen halten auch wenn erst erneuert nicht mehr ewig.
    D.h. neuer Dichtsatz rein + vorher reinigen . Gerade beim Weber feht in jedem Dichtsatz ne Membran die nochmal extra einzelnd gekauft werden muss . Nur die kostet um 30€ , macht fast keiner .


    Jetzt wenn dein Vergaser sauber , neu abgedichtet und auf Grundeinstellung steht , der Motor soweit richtig eingestellt ist ...


    Ja , jetzt kann man mal an den Schrauben drehen .


    Die Grundeinstellung beinhaltet auch eine synchron eingestellte Drosselklappe . Geht nicht immer ganz gut wenn die Zahnsegmente ausgefahren sind , was die oft sind .
    Könnte man dann auch noch tauschen .



    Ich würde jetzt sagen , besser Finger weg .


    Material besorgen , jemand in deiner Nähe suchen und helfen lassen . Dabei lernt man auch sehr viel .
    Wenn das nicht möglich ist , Material besorgen und ein Treffen ansteuern bei dem dir sicher auch geholfen wird .
    Wichtig ! Früh genug Bescheid geben das man sich richten kann ! Und drauf achten das ganze vor zu hohem Biergenuss hin zu bekommen .

    2 Mal editiert, zuletzt von Fordford ()

  • Ventile hab ich letzte Woche eingestellt (zusammen mit meinem Nachbarn, der hat vor 35 Jahren bei Ford gelernt, nur an den Vergaser will er nicht ran).


    Vergaser wurde erst vor vier Wochen neu abgedichtet, hab auch die Choke-Membran gewechselt (obwohl ich den z.Z. nicht angeschlossen habe).


    An den Gemischschrauben werd ich erstmal nichts drehen, aber die "große Schraube" werd ich mal ausprobieren (und mir natürlich merken, wie viel Umdrehungen wohin). Mich wundert nur, dass die Schraube ganz drin ist.


    Gruß
    Walter

  • Wenn Du die Heizung der Startautomatik abklemmst, läuft der Motor immer auf Kaltstartmodus, ergo mit erhöhtem Leerlauf.


    Ich schliesse mich Bierchens Meinung an.

  • Wenn du die Startautomatik nicht angeschlossen hast, dann öffnet sie nicht, der Strom erwärmt ein Bimetall, dieses sorgt für das Öffnen der Starterklappen, ohne Strom bleiben die zu und ich bleibe dabei, Finger weg wenn man nicht weiß wie was funktioniert.
    Was die Allgemeinheit hier von 123-Antworten hält, naja...
    Steht auch einiges drin was richtig ist, so ist´s jetzt nicht gemeint.
    Soll auch nicht abfällig dir gegenüber klingen, ist einfach meine Meinung/Erfahrung, es wird gerne am Vergaser herumgedreht, der kann meist vorher nix für Probleme, nach dem dranrumbasteln aber schon.

  • Das mit der Startautomatik war dann wohl ein Denkfehler von mir. :dunno:
    Es gibt ja auch Vergaser ohne Startautomatik, deshalb dachte ich, leg sie einfach lahm.


    Hab jetzt grad mal die Gemischschrauben links und rechts angeschaut, haben keine Abdeckung mehr, also hat schon mal jemand dran rumgedreht. ;(


    Vielleicht kann ja mein Nachbar doch wieder altes Wissen aus seiner Lehrzeit reaktivieren.


    Schönen Sonntag noch.
    Gruß
    Walter

  • Also so lange der Vergaser noch in der Kaltlaufphase ist stellt man überhaupt nix ein, erst wenn die Chokeklappen dauerhaft senkrecht stehen.
    Logisch dass in dieser Kaltlauf- Phase die Standgasschraube ganz rausgedreht werden kann denn sie hat überhaupt keine Funktion weil die Startautomatik greift .


    Aus Fehlern lernt man vielleicht, aber was nutzt es wenn es auf Kosten des Motors geht..

  • Kalt sollte er aber schon selbständig laufen und an bleiben ...


    Nur ist das schon so ne Sache ... neu Abdichten , ohne Grundeinstellung . Das bedeutet ja auch z.B. das der Vergaser nicht komplett durchgesehen wurde .
    Co- Schrauben haben ja auch nen Dichtring der gerne Bröselt .


    Ich bleib auch dabei , nicht einfach dran zu drehen . Und abdichten ist auch nicht gleich abdichten .

  • So, hab jetzt noch mal ne Runde gedreht, diesmal mit Startautomatik.


    Bis er warm war, hat er sich ab und zu mal "verschluckt", wenn man untertourig war und dann Gas gegeben hat (bei abgeklemmter Startautomatik hatte er das nicht ?( ), sobald die Temperatur passt, läuft er geschmeidig bei allen Drehzahlen.


    Auch war dann das Standgas niedriger :spitze:


    Hab mir die Gemischschrauben nur mal angesehen.
    Beide sind nur eine halbe Umdrehung rausgeschraubt (habs ausprobiert, ich schraub aber nicht weiter dran rum), sollten die nicht 1,5 Umdrehungen rausgeschraubt werden? (hab ich irgendwo hier mal gelesen)


    @Fordfreddy
    Mit Abdichten meinte ich, dass ich so einen ebay-typischen Dichtsatz (Fuß- und Kopfdichtung, Beschleunigerpumpe, Nadel, Chokemembran,...) verbaut habe. Mir ist schon klar, dass Profis dass evtl. anders machen und auch noch Ultraschall reinigen usw. Beim Kauf fiel mir auf, dass die Beschleunigerpumpe tropfte, also hab ich nen "kleinen" Dichtsatz verbaut.


    Gruß
    Walter

  • Wie hier schon geschrieben ist das ein Weber Vergaser, vermutlich ein 38 DGAS. Diese Vergaser haben keine große Umgemischschraube wie die Solex.
    Die beiden Schrauben die du mit Pfeilen versehen hast sind die Leerlaufdüsen, die müssen beide ganz reingedreht sein!! Da kann man nichts dran einstellen!


    Einstellen kannst Du nur an den beiden Leerlaufgemischregulierschrauben im Drosselklappenteil ganz unten und an der Drosselklappenanschlagschraube.


    Guck Dir das Bild bei Di-Michele an, das ist ein 34DGAS, ist aber ziemlich gleich:


    34-36 ist eine Leerlaufdüse, bei den Weber werden die Leerlaufdüsen 34 in die Schrauben 36 gesteckt. 35 ist der O Ring zum dichten.


    Die Gemischregulierschrauben sind die Nummern 87/88. Die gibt's an beiden Seiten.
    Damit wird das Leerlaufgemisch eingestellt, üblicherweise werden die beide gleichmässig rausgedreht.


    Nr. 73 ist die Drosselklappenanschlagschraube, hiermit stellt man schlussendlich die Leerlaufdrehzahl ein.


    Guck dir dazu auch das Bild im WHB im Link von Dani an, auf Seite 67 ist unten der Weber Doppelvergaser abgebildet.
    Wichtig! Du hast einen Doppelvergaser, keinen Registervergaser! Deshalb hast du auch keine Einstellschraube unterhalb der Drosselklappenschraube (die du oben als Leerlaufschraube betitelt hast) !


    DI MICHELE 34 DGAS

    Einmal editiert, zuletzt von Bibo ()

  • Der 38 DGAS ist für einen 2.8 V6 Motor, wobei da serienmässig ein Solex 38 EEIT Vergaser drauf sein sollte, schenken sich aber nicht viel, ist wie so oft eine Glaubenssache.

  • Hab ich mich da so versehen ?


    Edit: Ja !

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