Anlasserdrama

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • @ Stefan: wenn es an der Stromversorgung liegt, sollten die anderen Anlasser eigentlich alle noch ganz normal funktionieren...

    @DC: um die Kabel zu prüfen ohne sie auf Verdacht zu erneuern kannst du folgendes tun:
    Die Spannung zwischen Batterie + Pol(direkt der runde Anschluss, nicht die Klemme) und Kl. 30 am Anlasser(direkt am Gewinde) messen, während jemand startet. Die Spannung sollte nicht über 0,5Volt liegen, wenn sie höher ist, dann ist da was faul...
    Das gleiche dann noch von - Pol zum Gehäuse vom Anlasser messen, auch da gilt max. 0,5 Volt, gut wären 0,1-0,3 Volt

    Dabei unbedingt auf guten Kontakt der Prüfspitzen achten, an besten jeweils ne kleine Stelle blankschleifen, weil es dabei u.U. nicht auffällt, wenn das Multimeter zu wenig anzeigt, schließlich soll der Spannungsverlust unter Last möglichst niedrig, idealerweise ca. 0 Volt sein

    Edit:
    Hier nochmal was dazu:
    motor-talk.de/forum/aktion/Att…Vaw0-RBf49XK4C4nTJWW3JwNR

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von essex ()

  • essex schrieb:

    @ Stefan: wenn es an der Stromversorgung liegt, sollten die anderen Anlasser eigentlich alle noch ganz normal funktionieren...
    Darum ja auch die Frage!
    Das will noch nicht in meinen Kopf rein, dass ein Starter nicht mehr geht und dann solls mit einem neuen/gebrauchten/anderen einfach so wieder funzen, bis der auch wieder verreckt.
    Wär mal interessant, ob der eben dann wegen Unterspannung einfach zu wenig Saft bekommt um arbeiten zu können, oder ob das eventuell was im Argen liegt, was genau in die andere Richtung geht.

    Was mir grade noch einfällt - wie siehts denn mit den Flanschen aus? Vielleicht ist der Flansch am Getriebe so verzogen, dass das komplette Startergehäuse verspannt wird, dass der nicht mehr ordentlich arbeiten kann, trotzdem Spannung bekommt, aber dann nach einigen Startversuchen abgebrannt ist, weil er so gegen eine Wand arbeiten muss, dass es eine Wicklung thermisch zerlegt?!
    Am Flansch vom Anlasser selbst kanns ja schwer liegen, weils bei jedem "neuen" das gleiche ist.
  • Problem gelöst. Nachdem ich das Massekabel zum Block ausgebaut und im hellen auf dem Tisch hatte, war eine leicht thermisch veränderte Stelle in der Isolierung direkt motorseitigen Kabelschuh zu sehen. Kabel ersetzt, funzt.

    @Stefan: das Kabel ist innerlich oxydiert, hat deshalb einen erhöhten inneren Widerstand und wärmt sich bei Stromfluss auf. Dabei glüht es langsam aus und der Widerstand wird noch höher. Ein Teufelskreis und irgendwann geht halt nichts mehr.

    Für den Nichtelektriker: Du nimmst eine Wasserleitung und quetscht diese zusammen. Zum Hände waschen reicht der Durchfluss noch, aber die Waschmaschine wird länger brauchen. Zusätzlich setzt sich Kalk an der Engstelle an und verjüngt den Leitungsquerschnitt weiter. Du kannst immernoch Deine Hände waschen, aber die Waschmaschine wird zunehmend länger brauchen. Irgendwann wird die Frau aufmerksam und drängt, daß Du was tun sollst.
    Weil ja noch Wasser aus dem Hahn kommt, schliesst Du das aus und kaufst eine neue Waschmaschine. Alle freuen sich, die Maschine ist moderner, würde in der Theorie zwar schneller fertig sein, ist es aber nicht weil die Leitung immer weiter zu geht....
    Beim Anlasser ist die Masseleitung Teil des Stromkreises, bei der Waschmaschine entspräche die Masseleitung dem Abfluss.
    Soweit egal, aber alsbald die Wasserleitung repariert ist, funktioniert die neue Waschmaschine wieder besser, und auch die alte Maschine, die zwar schon lange entsorgt wurde, hätte prima wieder funktioniert.

    Beim Anlasser ist das nicht anders.
    Alle sechzig Sekunden vergeht in Afrika eine Minute. Helfen Sie!