Einheitliche europäische Definition für historische Fahrzeuge // Arbeitsgruppe für historische Fahrzeuge (HVG) im europäischen Parlament

  • Anm.: sollte das der zweit-irreführendste Titel in der Forengeschichte sein: dann bitte Korrekturvorschlag 8)  



    Einheitliche europäische Definition für historische Fahrzeuge
    Seit 2010 besteht im Europäischen Parlament die Arbeitsgruppe für historische Fahrzeuge (HVG). Unter ihrem Dach finden sich Europaabgeordnete aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten und politischen Parteien zusammen, die gemeinsam mit Experten aus Verbänden und der Europäischen Kommission regelmäßig Fragen rund um das Thema Oldtimer wie z.B. Sicherheit, Zollkodex, Emissionen oder intelligente Verkehrssysteme diskutieren.
    Das Europäische Parlament hat im Jahr 2014 die Richtlinie zur regelmäßigen technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern 2014/45/EU verabschiedet. Die darin enthaltenden Vorschriften müssen von den Mitgliedstaaten ab dem 20. Mai 2018 angewendet werden. In der Richtlinie findet sich unter anderem auch erstmalig eine einheitliche europäische Definition für historische Fahrzeuge, welche auf die Arbeit der HVG im Europäischen Parlament zurückgeht.
    Die Definition sieht folgendermaßen aus:
    „Fahrzeug von historischem Interesse“ ein Fahrzeug, das von dem Mitgliedstaat, in dem die Zulassung erfolgt ist, oder von einer seiner dazu ermächtigten Stellen als historisch betrachtet wird und alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt:
    — es wurde vor mindestens 30 Jahren hergestellt oder erstmals zugelassen,
    — sein gemäß dem einschlägigen Unions- oder einzelstaatlichen Recht festgelegter spezifischer Fahrzeugtyp wird nicht mehr hergestellt,
    — es ist historisch erhalten, im Originalzustand bewahrt und die technischen Merkmale seiner Hauptbauteile wurden nicht wesentlich verändert;
    Die Bemühungen der HVG finden sich ebenfalls in der Überarbeitung des Zolltarifs 9705 des EU- weit gültigen Gemeinsamen Zolltarifs (GZT) zum Import von historischen Fahrzeugen wieder. Darin heißt es u.a.:
    1. Zu Position 9705 gehören Sammlerkraft- und -luftfahrzeuge von geschichtlichem oder völkerkundlichem Wert, die:
    a) sich in ihrem Originalzustand befinden, d. h. an denen keine wesentlichen Änderungen an Fahrgestell, Karosserie, Lenkung, Bremsen, Getriebe, Aufhängesystem, Motor oder Kotflügel usw. vorgenommen wurden. Instandsetzung und Wiederaufbau ist zulässig, defekte oder verschlissene Teile, Zubehör und Einheiten können ersetzt worden sein, sofern sich das Kraft- oder Luftfahrzeug in historisch einwandfreiem Zustand befindet. Modernisierte oder umgebaute Kraft- und Luftfahrzeuge sind ausgeschlossen;
    b) im Fall von Kraftfahrzeugen mindestens 30, im Fall von Luftfahrzeugen mindestens 50 Jahre alt sind;
    c) einem nicht mehr hergestellten Modell oder Typ entsprechen. Die erforderlichen Eigenschaften für die Aufnahme in eine Sammlung, wie verhältnismäßig selten, normalerweise nicht ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend verwendet, Gegenstand eines Spezialhandels außerhalb des üblichen Handels mit ähnlichen Gebrauchsgegenständen und von hohem Wert, werden für Kraft- und Luftfahrzeuge, die die zuvor genannten drei Kriterien erfüllen, als gegeben angesehen.
    Darüber hinaus wird die von der HVG erarbeitete Definition von historischen Fahrzeugen auch in einer von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie zum Zugang von Fahrzeugen zu Städten berücksichtigt. In den Empfehlungen der Studie (nur im englischen Text verfügbar) heißt es hinsichtlich des Themas historische Fahrzeuge und Umweltzonen u.a. wie folgt:
    Historic vehicles could be exempted from low emission zones because of their minimal use in the regulated areas combined with their contribution to the preservation of motoring heritage. LEZs would thus disproportionately penalise particularly urban-based owners and businesses servicing historic vehicles since practically no retrofitting possibilities exist. A definition of historic vehicles is included in the Directive 2014/45/EU on periodic roadworthiness tests for motor vehicles and their trailers.
    Quelle:
    Bernd Lange
    Mitglied des Europäischen Parlaments
    Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA)
    Odeonstraße 15/16, 30159 Hannover
    Tel: 0511 1674265
    mail@bernd-lange.de
    Büro Brüssel
    ASP 12 G 205, Rue Wiertz 60, B-1047 Bruxelles
    Tel: +32 (0)2 28 47555
    bernd.lange@europarl.europa.eu
    www.bernd-lange.de

  • ...und dafür brauchen die acht Jahre...


    Zum Thema H-Kennzeichen und Umweltzonen möchte ich auch mal was loswerden:
    Ich bin in den Zeiten aufgewachsen, in denen alle Autos noch stanken. "Nur vorwärts einparken" stand in den Parkgaragen, weil jeder Auspuff den Dreck nur so rausgeballert hat.
    Man konnte sich problemlos, mit einem Schlauch vom Auspuff in den Innenraum, im eigenen Auto umbringen und die Strichacht-Mercedes hatten alle das linke Rücklicht vom Ruß
    so geschwärzt, dass der Tüv es regelmäßig beanstandete.


    Gottseidank sind diese Zeiten vorbei. Ich mag zwar die Karosserien neuer Autos nicht, aber die Motoren von heute sind besser. Mein Polo mit 438tkm auf erster Maschine und Getriebe belegt das.
    Er hat nie irgendwelche Wartung außer seltene Öl/Filter/Riemenwechsel und mal ZKD bekommen. Peter Hoddow weiß, dass ich der Karre nichts geschenkt habe, der Motor würde heute noch laufen,
    wenn das Blech noch da wäre. Mir ist kein 1300er Motor aus den 60ern und 70ern bekannt, bei dem solche Laufleistungen normal waren.


    Gut, Motronic nachrüsten können wir in unsere Oldies nicht, aber ich finde, eine Sache können wir uns von den modernen Motoren problemlos "klauen":
    Den KAT. Selbst ein völlig ungeregelter KAT bringt eine Menge, was Gestank betrifft. Ich hab gebrauchte KATs im Taunus und im 17m drin. Hat mich nicht viel gekostet und
    niemand regt sich mehr auf. Man muss immer bedenken, dass wenn viele alte Autos (am schlimmsten sind alte Jaguar) Abgaswerte haben,
    dass man das Auto auf der Autobahn bereits riecht, lange bevor man es dann überholt, die Politik uns dann irgendwann das Privileg nimmt, in die Städte zu fahren.


    Das hört sich vielleicht wie vorrauseilender Gehorsam an, aber ich (TÜV und Gesetzgeber auch!) denke, dass sich niemand einen Zacken aus der Krone bricht oder
    als Weichei dasteht, wenn er einen U-Kat in seinen Oldie nachrüstet. Keiner siehts, keiner riecht was, alle sind froh, die Atmosphäre dankt.

  • Hmmm das ist ein guter Punkt. Wirf doch mal in Tipps und Tricks einen Beitrag rein wie und was Du gemacht hast wegen den Kats und was die Tüffer dazu sagen. Ich hasse den Gestank.

  • Einen oder zwei KATs besorgen, die zum Durchmesser des Auspuffrohres passen und an einer Stelle, wo Platz ist, ins Flammrohr bzw in die Hosenrohre einschweißen.
    So nah wie möglich am Krümmer. Das ist alles.


    Bei jedem Auto ist die ideale Stelle woanders. Man muss auch an Brandgefahr denken, der KAT sollte ein Hitzeschild (hier Golf4, 1.8) besitzen und nicht
    nahe an Schläuchen etc. anliegen. Der Tüv sagt dann nichts, das ist ok.


    Für V6-Modelle machte oder macht das der Peter Hoddow sehr gut. Der hatte früher sogar G-KATS hergestellt.

  • Also mein Daily und seit vielen Jahren einzigstes Fahrzeug was ich wirklich betreibe hat ein Motor , einen Krümmer, danach kommt ein laangen Rohr bis nach hinten welches letztendlich in ein Schalldämpfer endet. Der ist dann dafür da damit es draussen nicht so laut ist. Was denn nun noch alles ? Mein Auto mit 1.1l benziner Staubt und stinkt nicht ! Es ist doch bekannt das sämliche elektronik an solch heissen Sachen gerade wie den Auspuff entweder nur kaputt gehen / dran rumgeschummelt(VW+alle anderen ? nene...) wird und/oder für eine nicht erteile Prüfplakette sorgen. Oder entweder für höheren Benzinverbrauch oder schlechteren Motorlauf sorgen. Was soll also diese Stumpfsinnige Diskusion mit irgendwelchen Kabeln an irgendwelchen glühenden auspuffteilen ? Und son U-Kat ohne Kabel wurde schon früher steuerlich nur ganz kurz anerkannt, nach G-Kat einführung ( die parallel lief) aber nicht mehr ,und bringt er für den "besitzer irgendein vorteil - ausser leistungsverlust und höheren Spritverbrauch und unkosten wegen der Montage. Wozu also der terz ? um alle anderen nicht auf das Problem "oldtimer" zu fixieren ? Das kommt früher oder später eh auf wenns zuviele werden - wie üblich und in jeder katigorie.. Wenn zuviele 50ccm fuhren gabs plötzlich die 45km/h regel für die hersteller - wenn wegen günstigen Diesel viele Diesel kauften, wurde eben die steuer für Diesel erhöht...etc.etc.etc. nennt man wohl Neudeutsch oder besser EUdeutsch = regulierung. Die schaffen und machen das schon von ganz allein, ne lobby gibs für uns eh nicht - deshalb müssen wir uns hier aber wohl nicht noch gegenseitig an die eier fassen - oder !? Geniesst die Jahre wo so einiges noch machbar ist -wenns vorbei ist - ist eben vorbei.