Dauergeschwindigkeit mit 3.0 Motor

  • Hey Hallo,


    mich würde mal interessieren mit welcher Geschwindigkeit bzw Drehzahl man im 3 Liter Essex als Kombi mit Automatik dauerhaft auf der Autobahn unterwegs sein kann ohne dass der Motor den angeblich berüchtigten Drehzahltod sterben wird.


    Nicht falsch verstehen, ich bin kein Raser, will mit dem Granni aber auch nicht nur mit Tempo 110 über die Autobahn tuckern. Mir fehlt leider das Gespür ab welcher Geschwindigkeit ich doch eher den Fuß vom Gas nehmen sollte...


    Was sind denn so eure Erfahrungen? Bzw. mit welchen Geschwindigkeiten seit ihr denn so mit eurem Essex auf der Autobahn unterwegs?


    Grüße
    Keno

  • Ich würde sagen, keiner wird dir hier fundiert Auskunft geben können. Das hängt stark von jetzigen Zustand des Motors ab. Also: Spiel der Nockenwellenlager, zustand der Kurbelwellenlager und natürlich Zustand der Ölpumpe. Wenn das alles schon im Sack ist, geht dir der Öldruck flöten und dann ist schnell vorbei mit fahren. Da hilft nur messen.

  • Da hast du natürlich nicht ganz unrecht. Aber nun mal ne ganz bescheuerte Frage: kann man sich beim Öldruck auf die Anzeige verlassen oder ist ein professionelles Messen gemeint?

  • Als öldruckopfer rate ich ein manometer einbauen ca. 40 euro, oder als werkzeug ca. 10 euro...is billiger.
    Öldrucklämpchen leuchteT, d.h nicht Achtung, sondern ich habe fertig.

    Einmal editiert, zuletzt von moppel ()

  • @moppel:
    Er meint die Öldruckanzeige, nicht die Ölwarnlampe.


    Ich glaube zu wissen, dass die Öldruckanzeige den Öldruck vor der Kurbelwelle misst.
    Sagt also nix aus, wieviel davon z.B. noch an der Nockenwelle ankommt.
    Aber sie ist auf jeden Fall besser als nix.

  • Das Øldruckinstrument im Granada is' nich geeicht, deshalb steht da nur Oeldruck, nicht, halb, voll und nicht wie bei Bents wieviel Bar. Somit kann man sich auf das Instrument beim Granada nicht verlassen wenn's um irgendwelche praezise Angaben geht, sondern ises da, oder nicht.

  • Die Wassertemperatur würde ich als Indikator hernehmen. Bei Dauervollgas wandert die Anzeige mal gerne in Richtung roter Bereich. Bevor dieser Fall eintritt, gehst Du am Besten vom Gas.

  • ich kenne die öldruckanzeigen im granada als recht brauchbar, auch wenn keine skala drauf ist, wenn mann genau guckt sieht mann schon unterschiede zwischen kalt und warm und sehr warm.
    wenn mann exakt weiß wo die nadel bei "normal warm" steht, dann sieht mann wenn sie bei glecher drehzahl minimal tiefer steht, dann ist´s dem öl etwas zu warm, ich würde wenn dann auch eher ein ölthermometer einbauen als ein "geeichtes" ölmanometer.


    dauervollgas mag der essex nicht, kalt getreten werden noch viel weniger.
    alles bis 4000 umin halte ich (ohne ansatzweise ahnung vom essex zu haben) für vollkommen unbedenklich sofern temperatur- und öldruckmäßig alles im rahmen normaler parameter ist.
    für exakte aussagen mögen sich die essexfahrer oder motorenkenner bitte und gerne äußern

  • Sorry, aber darauf würd' ich nix geben.


    Öltemperatur, Öltemperatur und ääääääääääääh - Öltemperatur. Besonders beim Essex ist es wichtig diese zu beachten, denn die Kurbelzapfen sind schon recht groß dimensioniert. Dies wirkt sich bereits in der Warmlaufphase aus, also erst ab 80 Grad sollte man höhere Drehzahlen abrufen. Wißt ihr überhaupt wie lange es dauert um wirklich Betriebstemperatur zu erreichen? Ein Zuckerer auf der Kühlmittelanzeige bedeutet noch lange nicht warm, je nach Außentemperatur kann das schon mal 10km dauern.


    Also, Instrument rein und bei Bedarf Ölkühler nachrüsten.



    Das Problem Öltemperatur sollte man auch bei Automaten beachten. Zu hohe Temperaturen lassen die Dichtringe aushärten und funzt es nicht mehr zuverlässig. Besonders die alten Wandler ohne Lockup heizen das Öl mehr auf, viel Wandlerschlupf - mehr Wärmeentwicklung.



    Oh, der Mo war noch dazwischen. :rolleyes:

  • Kleiner Tip: Nie schneller fahren, als er vollgas läuft! :mo:


    Was der Öltemperatur bei der Warmlaufphase sehr zuträglich ist: Der Wärmetauscher unterm Ölfilter, wie ihn der 2,8i ab dem 78er Modell serienmäßig hat.
    Selbst Stadtverkehr hat grereicht, das Öl innerhalb recht kurzer Zeit auf seine ca. 90° zu bringen - was ohne diesen Wärmetauscher eindeutig nicht der Fall war.


    Ist das Öl einmal warm, kanns richtig losgehen. 5.500 U/min über längere Zeit war kein Problem :rolleyes:  
    Auch die Öltemperatur ist dank Wärmetauscher nicht mehr nach oben ausgebüchst :no:


    Bis der Motor zwecks Restauration ausgebaut wurde, hatte er ca. 145.000 km gelaufen. Schäden gabs nie, nicht einmal die Wasserpumpe ging kaputt.
    Ein sehr schöner Motor! :worship:

  • Meine Erfahrung dazu decken sich mit den vorigen Beiträgen.


    Wie geschrieben ist geschmeidiges warm fahren Pflicht ca. 10 km.
    Habe bei mir ne ÖltemperaturAnzeige (Geber Stab in der Ölwanne) drin. Bei ca. 120km/h und ca. 25 Grad Außentemperatur zeigt es ca. 110Grad an.


    Was man tun kann ist ne stärkere Ölpumpe einbauen und nen Ölkühler nachrüsten und ne Temperaturanzeige fürs Gewissen. Geht aber auch alles ohne!


    Sowas ähnliches hier:


    http://www.ebay.de/itm/HELLA-O…AFord&hash=item3a9a3ceb31

  • Hi!
    Du willst mit dem Eimer dauerhaft 150 fahren?Da dreht der schon ziemlich hoch und da ist ordentlich Öltemperatur daZumal das Automatikgetriebe da noch schön mitheizt..Das mag der Essex gar nicht.....


    120 ist eine feine Geschwindigkeit.


    Gruss

  • Ich weiß ja nicht... der P5 ist übern Daumen mindestens 10 Jahre älter, hat nur 2 Liter und ich fahre den regelmäßig seit fast 10 Jahren deutlich über 150. Dabei mache ich mir keinerlei Gedanken über Öltemperatur oder dergleichen, weil ich einfach weiß, dass es da keine Probleme gibt.


    Hat die Kunst des deutschen Automobilbaus schon damals so rasante Fortschritte gemacht? :paranoid:
    Brauchten Autos für den deutschen Markt schon zu Zeiten des Grannis nicht mehr vollgasfest zu sein? :gruebel:

  • dennoch hat so´n inselklotz andere qualitäten und defizite als ´n kölner bauernklumpen,
    kölnerr kenne ich auch als seeeeeehr leidensfähig, dieses talent haben essexe wohl nicht im gleichen umfang

  • Danke schonmal für die Tipps und Erfahrungen.


    Ok, also dauerhaft 150 ist dann schon eher heikel, verstehe. Also ist dann eher gemütlicheres Fahren bei 120-130 angesagt.
    Oder, falls es dann doch mal flotter sein soll (und die Kinder nicht mit unterwegs sind), einen Ölthermometer und noch besser einen Ölkühler einbauen.


    tomga : Fehlt beim verlinkten Ölkühler nicht noch irgendwie ein Wärmetauscher? Sowas mit Lamellen? Oder wie soll das funktionieren?

  • Der Ölkühler in dem Link von Tomga ist wassergekühlt. Man installiert den Kühler zwischen Ölfilterflansch und Ölfilter.
    Durch den Kühler fließt Kühlwasser. Hat den Vorteil, dass das Öl wohl früher auf Temperatur kommt. Und wenns heiß ist, bleibts grob bei 90-110°.


    Für das Teil musst du dir halt Schläuche legen. Aber müstest du bei jedem anderen Kühler auch.

  • Fehlt beim verlinkten Ölkühler nicht noch irgendwie ein Wärmetauscher? Sowas mit Lamellen? Oder wie soll das funktionieren?


    Das ist ein Öl-Wasser-Wärmetauscher.


    Vorteil, die Öltemperatur wird eher erreicht.
    Nachteil, gebrauchte gammeln intern durch, dann wird mit Kühlwasser geschmiert..