'72er Knudsen - Neuer Lack!

  • Sacht ma.. Wenn ich ne Kiste so auf die Seite lege wie der Fredersteller dies getan hat.. Gibt das nich Dellen? :la:


    spiegel ab, matratze drunter und gut, geht tadellos und ohne dellen.
    ok HA und motor lassen öl und wenn der kahn auf der beifahrerseite liegt hält der tankdeckel nicht dicht.
    wenn ich lust hätte würde ich ein uraltes bild rauskramen, hat hier aber eh nix verloren.



    weiter gutes vorankommen und frohes schaffen

  • Zitat

    das fiesta 1 seitenblech rechts, hinten an der wand ist auch schön.

    andere Leute hängen sich Bilder an die Wand... :hexweg:


    Da die rechte hintere Seite mal einen Treffer bekommen hat und die Reparatur nur aus Unmengen an Spachtel mit darunter liegendem Rost bestand, musste der hintere Radlauf und Innenradlauf raus.


    Vorher Bilder hab ich nicht, aber wie ein rostiges Radhaus aussieht sollte ja bekannt sein ^^



    Hier ist das innere Teil schon wieder repariert und mit Schweißgrundierung vollgesprüht.



    Einige Schweißpunkte später sieht das schon wieder sehr viel besser aus :)


    Anstatt erst die ganze Karre durchzuschweißen und dann wochenlang nichts anderes zu tun als Spachtel und Füller zu schleifen, haben wir uns dazu entschieden, es Stück für Stück zu machen.


    Da ich mittlerweile nicht mehr zuhause wohne und nur jedes 2./3. Wochenende nach Hause komme, hat mein Vater unter der Woche schonmal angefangen, das Seitenteil zu Spachteln und zu Grundieren:



    Als er davon die Schnauze voll hatte (kann ich nach zwei Lackierungen gut nachvollziehen ;)   8o ) hat er sich der A Säule zugewendet. Nachdem der ganze Unterbodenschutz abgekratzt war, konnte man sehen, dass viele Bleche einfach über den alten Rost drübergebraten wurden.


    Also raus damit:




    Unterhalb des Windlaufs waren auch einige Bleche draufgepappt (zugegeben, man kommt ziemlich beschissen dran).


    Erstmal den Rost rausgetrennt:





    Sieht zwar nach ner relativ kleinen Ecke aus, hat aber den ganzen Tag gedauert...



    Als nächstes kommt dann die Achsaufnahme:




    Das nennt man dann wohl "TÜV-fertig geschweißt"... :pinch:



    Gruß


    Christian

  • Wenn der so ist wie seine Fiestas jetzt , hast du viel arbeit und musst viel Spachtel , Dichtmasse usw. entfernen .

    Hatte ich nicht sowas erwähnt ..... :uwe:


    Alex hält seine Auto mit günstigstem Aufwand und Material am Leben . Sei froh wenn der Tüv gescheißt und nicht geklebt ist . :worship:


    Man muss aber auch ehrlicher Weise dazu sagen , das es immer Autos waren die 20-25 Jahre alt waren und als Resttüvkarren irgendwo rumstanden .
    D.h. Immer irgendwie übern Tüv gefummelt wurden und auf einmal 35-40 Jahre alt waren trotz Alltagsgebrauch und vielen km :klatschDC:



    Mfg Freddy :spitze:

  • Moinsen,


    ich dachte auch schon, dass mir die Auffahrt sehr bekannt vorkommt. Zuletzt im "W123 Anhänger Bastel Fred" :)
    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sehr schön, weitermachen ;)


    CheeRS

  • Tach auch,


    lang ist's her...allzu viel Zeit blieb in den letzten 2,5 Jahren nicht, allerdings hat sich im letzten halben Jahr doch mal wieder ein wenig was getan.


    Machen wir aber erstmal bei den Achsaufnahmen aus dem letzten Post weiter:


    Äußere Seite vorher:



    und nachher



    danach dann die innere Seite:




    Da es nicht bei dem ursprünglichen 1600er Motor bleiben sollte, musste irgendwo ein günstiger V6 herkommen. Irgendwann hat es sich dann ergeben, dass ein 3er Schlachter mit V6, großer Achse, Bremse, Kardanwelle etc. einigermaßen in der Nähe stand.


    Der Wagen hat die letzten 20 Jahre beim Vorbesitzer im Garten gestanden (mittlerweile schon halb in einer Hecke eingewachsen) und dementsprechend war von der Karosse kaum noch etwas Brauchbares über. Wir haben das Auto also aus dem Garten herausgezogen und in der Hoffnung, dass der Motor noch etwas taugen würde, mitgenommen.


    Obwohl der Verkäufer ihn als 2,0 Liter Motor angeboten hatte, hat sich im Endeffekt herausgestellt, dass es sich wohl doch um einen 2,3er handelt ^^


    Jetzt musste er nur noch laufen... und siehe da, nach nem Ölwechsel, und ein wenig Sprit im Vergaser sprang er beim ersten mal an :thumbsup: Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie unzerstörbar diese Motoren sein können :)


    Als nächstes haben wir dann den gesamten Antriebsstrang herausgenommen:


      ^^  
    (man beachte den Längsträger, an dem ich versucht hatte, den Wagenheber anzusetzen :D )



    Allein die große Hinterachse dürfte mehr wert gewesen sein, als ich für den gesamten Schlachter bezahlt habe ;-)


    Ich werde versuchen, den Thread in den nächsten Tagen und Wochen mal wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.


    Gruß

  • Es sollte "Restaurierung" heißen. Sorry, ich kann das leider nicht sehen. Eine Restauration ist im besten Fall eine Kneipe in Österreich, von der anderen Bedeutung reden wir lieber nicht. Ansonsten: weiter machen!

  • Hi,


    Micha-05 : Die Stoßstange ist nicht mehr da. Die Bilder vom Schlachter sind doch schon ein wenig älter. Alles, was noch in irgendeiner Art und Weise zu gebrauchen war, habe ich damals schon verkauft.


    @ PINOCHAT: ich habe die Begriffe bisher zwar immer synonym verwendet, aber da könntest du wohl recht haben ;)


    Nachdem der Wagen nun 2 Jahre im Carport gestanden hat, hatte ich im letzten Sommer doch mal wieder ein paar Wochen am Stück Zeit, um zunächst einmal die Vorder- und Hinterachse zu entrosten, zu lackieren und mit ein paar neuen Buchsen zu versehen.


    Um zu schauen, ob die ganzen Achsteile von dem Schlachter wirklich eins zu eins in den Knudsen passen, musste alles noch einmal probehalber eingebaut werden:




    Passt!


    Anschließend alles wieder raus um den Unterboden endgültig zu versiegeln:



    Und eine Schicht UBS hinterher:




    Da der Wagen über die Jahre immer wieder mit allen möglichen verschiedenen Schichten an Spachtel, Grundierung und Füller im nicht immer 100% trockenen Carport gestanden hat, haben wir uns letztendlich dazu entschieden, sämtliche früheren Lackschichten wieder runter zu nehmen. Auch wenn es mir in der Seele weh getan hat, sämtliche Stunden, die wir vorher schon ins Spachteln und Füllern investiert hatten, zunichte zu machen, so war es doch die richtige Entscheidung. Zum Teil hatte der Spachtel Feuchtigkeit gezogen und selbst die NOS Ford Tür hatte unterhalb der originalen schwarzen Grundierung minimale rostpickelchen (würde mich nichtmal wundern, wenn das schon ab Werk so ausgeliefert worden ist :thumbsup: ).



    Also habe ich eine Woche nichts anderes gemacht, als mit nem Schwingschleifer und einer Flex kiloweise Spachtel und unterschiedlichste Lackschichten herunterzunehmen:





    Die letzten Reste dann noch beim Lackierer:











    Gruß

  • Alles richtig gemacht.


    Ich stell mir nur vor, was wenn der alte Bus nen Sohn hätte der mit siebzehn gesagt hätte:
    Führerschein will ich nicht. ich fahr Rad, Umwelt und so.

  • Klarlack drauf, fertig.

    Habe ich mir auch schon überlegt, wär mal was anderes :D


    Und ich hab gedacht ich hätte mir schon viel Arbeit gemacht.
    Es gibt immer einen der macht es noch gründlicher!
    Sieht gut aus! :thumbup:  

    In der Woche habe ich mich auch mehrere Male gefragt, was zum Teufel ich da eigentlich mit meinem Urlaub mache: Bei zum Teil 40°C in der prallen Sonne mit Staubmaske 8 Stunden am Tag alte Lackschichten herunterzuschleifen... andere Leute fliegen nach Malle :hexweg:


    Alles richtig gemacht.


    Ich stell mir nur vor, was wenn der alte Bus nen Sohn hätte der mit siebzehn gesagt hätte:
    Führerschein will ich nicht. ich fahr Rad, Umwelt und so.

    Dann hätte er deutlich weniger Arbeit mit irgendwelchen ollen rostigen Fords gehabt, die seine Garage für mehrere Monate blockieren :P



    Nachdem der Wagen soweit von sämtlichen Lackresten befreit war, kam erstmal eine Schicht Epoxy-Grundierung auf die Metall-Oberfläche.
    Nach einer etwas abenteuerlichen Rückfahrt vom Lackierer (man beachte die Transporthalterung mittels zweier Reifen :whistling: ) sah die Karre dann folgendermaßen aus:




    An der eingefärbten EP-Grundierung kann man schonmal erkennen, in welche Richtung sich das ganze farbtechnisch entwickelt ;)


    Anschließend habe ich den Wagen wieder auf die Seite geschmissen und den Unterboden im endgültigen Farbton lackiert:





    Jep, nachdem die Frage nach meiner Entscheidung für die Farbe eine Art Running Gag auf jedem Treffen geworden war (angefangen bei orange, habe ich über die Jahre unterschiedlichste Favoriten gehabt, von gelb, über rot und dann doch wieder blau ), habe ich mich im Endeffekt doch für das bewährte Modena-Grün entschieden (Naja, eigentlich ist es gar nicht Modena-Grün... um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, habe ich einen RAL-Ton genommen, der dem extrem nahekommt, nämlich RAL 6029 - Minzgrün).


    Ich weiß noch ganz genau, wie ich in 2006 aufm Treffen in Bielefeld einmal in Tottis Knudsen mitgefahren bin und mir dachte: "sowas willste später auch mal fahren"... und damit das auch noch mal irgendwann passiert, wird's langsam Zeit, dass ich in den Quark komme :whistling:


    Gruß