kaufberatung Schweißgerät

  • Tach,
    Ich will mir auf Dauer endlich ein Schweißgerät kaufen.
    Und da würde ich mich über Tipps von euch freuen.
    Ich dachte an ein MigMag Gerät. Als Schweißstrom sollten doch 120 reichen?
    Ich möchte gerne Bleche (Auto) und mal ein paar Winkeleisen und Baustahl schweißen.
    Was ordentliches Gebrauchtes soll es werden und kein Baumarkt quatsch.
    Auf was muss ich bei gebrauchten Geräten besonders achten?
    Tipps zu Marke/Modell und zu Preisen würden mich freuen.
    Vielleicht hat ja von euch auch was Brauchbares für mich über?
    Grüße, Jörn

    2 Mal editiert, zuletzt von Jörn ()

  • Hi.


    Ich fürchte, was vernünftiges wirst Du erst bei höheren Stromstärken kriegen, und für dickeres ist 120 A vielleicht ein bisschen wenig.


    Habe selbst ein 160 A Gerät vom Schweissring (Eurotronic Porty Mag 1621,= Hausmarke, kann ich empfehlen - kann auch WIG)


    Niedriger würde ich auch nicht gehen wollen.


    Gerät sollte möglichst Euro-Zentralanschluss haben, dann kannst Du die Pakete wechseln.


    EDIT: Übrigens, zum Anschaffungspreis kommen nochmal an die 200 EUR für Ausrüstung (Flasche, Druckminderer, Helm, Handschuhe (!) ...)

    Einmal editiert, zuletzt von TufkaP ()

  • 4-Rollen-Antrieb wäre übrigens der Hit.


    EDIT: Hast Du ein bestimmtes Budget im Sinn ?

  • 120A ist zu wenig.
    Ich hab eins mit 200A und das ist für Baustahl schweissen grade noch ausreichend.
    Wenn man erstmal so ein Ding hat dann werden die Schweissteile automatisch grösser und dicker :uwe:
    Wichtig ist, das das Teil sich in möglichst vielen Stufen (am besten stufenlos) regeln lässt.
    Und 400V ist auch entfehlenswert.


    Edit: Gebrauchtkauf kann ich aus eigener schlechter Erfahrung nicht gutheißen.
    Wieso auch sollte jemand ein gut gehendes Schweissgerät verkaufen??

    Einmal editiert, zuletzt von Ackersaege ()

  • Wieso auch sollte jemand ein gut gehendes Schweissgerät verkaufen??


    Das stimmt. Allenfalls beim Fachhändler in Zahlung geben beim Umstieg auf das nächstgrößere.


    Vielleicht da mal gucken ?


    Mein erstes (gebrauchtes) hatte Dauerstrom auf dem Schweissdraht. Ich dachte, das müsste so sein :irre:

  • sag mal ein budget, dann kann man auch überlegen was passen könnte.
    ein gutes schweißgerät kaufst du nur einmal

  • Tja das Budget.
    Weiss ich nicht wirklich.
    Quatsch kaufen um zu irgendein Budget einzuhalten finde ich falsch.
    Daher ja zunächst der Gedanke an ein gebrauchtes Gerät.
    Ich benötige das auch eher selten.
    Leider muss ich im Moment mit 230v hinkommen.
    Ich erahne dass unter 1000€ ink. Zubehör nicht viel geht.
    Eigentlich hatte ich an deutlich weniger gedacht.

  • Also ich schweiße mit nem 180er Einhell. Ist schon 20 Jahre alt, total lediert aber schweißt prima. Der Bolti war bei mir und war (trotzdem er viel, ja sehr viel besseres gewohnt ist) beeindruckt wie gut die Kiste doch bruzelt. Läuft auf Drehstrom und Eisen bis 6mm Wandstärke ist kein Problem (natürlich wenn man vernünftig eine Fase einschleift). Dickes Material schweiße ich aber sowieso nur mit Elektrode.
    Die neueren sind angeblich nicht so dolle, meins hab ich gebraucht für en fuffi gekauft und schon viele, viele Schweißarbeiten damit gemacht. Da ich ebenfalls keinen Drehstrom in der Garage hab, hab ich mir einfach ein 50m Verlängerungskabel gebaut (brauchte ich aber eh auch noch für den Holzspalter).

  • Schweißer: 380 ist nicht pauschal gut und 230 nicht grundsätzlich Kernschrott.


    Der Unterschied von 230V zu 380V besteht darin, daß bei 230V nur eine Phase und bei 380V alle drei Phasen zum tragen kommen. Der Rest ist Absicherung und Kabelquerschnitt.
    Ein "normales" "Starkstrom"-Schweißgerät benötigt auch nur 3x16A . Die sind im Haus. In der Firma kennst Du das als CEE16-Dose. Daheim wäre es der Herdanschluß. Optisch anders, technich das selbe.


    Die kleinen Schweißprügel der Kategorie "leichte Industriequalität" haben zwar einen "Starkstrom-Stecker" (CEE16) und das entsprechende Kabel bis zum Gerät, nutzen aber trotzdem nur eine Phase. Es ist technisch exakt dasselbe, wie das 230V-Gerät, gaukelt aber fett Leistung vor.
    Die wirklich guten (und wirklich teuren) Geräte haben einen dreiphasen Trafo drin. Muß man aber sehr deutlich hinter den ersten Eindruck schauen, um das zu erkennen.
    Die kritischen Größen sind Schweißstrom und Einschaltdauer. Das Schlauchpaket sollte einen Euro-Anschluß haben und die Drahtvorschubrollen von nicht zu minderer Qualität sein.
    Euro-Anschluß bedeutet auch, daß das Gerät über ein Magnetventil für die Gaszufuhr (direkt vor dem Schlauchanschluß) hat. Bei durchgehenden Schlauchpaketen befindet sich nur ein, durch den Schweißschalter im Griffstück betätigtes, mechanisches Ventil direkt vor der Düse. Der Euro-Anschluß lässt sich nachrüsten.



    Ich schweiße zu wenig und war zu geizig, mir für meine Bedürfnisse eine Wahnsinnshightechmaschine zu holen. Geworden ist es vorletztes Jahr das Equivalent zu dem diesem. Gleiches Produkt, nur ohnel Label und von einem anderen Importeur. Witzig an dieser Stelle, daß das baugleiche Gerät hier nebenan in der Garage einen normalen 220V (Schuko)-Stecker hat. Das in der Auktion aber einen CEE16. :scheissepiek:
    Anfangs hatte ich auch ein Drama mit dem Drahtvorschub. Weil nämlich die, bowdenzugähnliche, Drahtführung vom Schlauckpaket aus der Klemmhalterung des Vorschubmotors gerutscht war, hat es den Draht einfach zwischen Drahtführung und Gasschlauch in das Schlauchpaket gedrückt. Alexander der Große wäre begeistert gewesen. :scheissepiek:
    Jetzt hat es den Euro-Zentralanschluß, andere Rollen und die Masseanschlüsse intern sind auch nachgezogen. Seitdem bin ich nahezu begeistert. Hab mittlerweile eine Karre komplett durchgebraten und der Kasten tut noch sehr gut.


    Als Fazit würde ich sagen, daß ein Schlauchpaket mit Euroanschluß am Gerät sein sollte. Kupfertrafos leiten die Wärme besser ab, als Alutrafos. Auch darauf achten. Reinschauen und die Anschlüsse nachziehen schadet auch nicht. :uwe: Obacht! Elektrische Leitungen werden gerne mit Kupferschrauben befestigt. Also nicht andonnern, sondern nur kontrollieren, ob alles stabil (gut Handfest) zusammen ist. Rollen, Griffe und so Zeugs läßt sich einfach tauschen und machen das „Schnäppchen“ nur teurer.


    Gasflache habe ich eine 20er. Bevor Du Dir eine aus einem Ebay-Shop bestellst, geh zum örtlichen Gasmann und frag ihn nach Flaschenkennungen. Da sind wohl welche mit YU im umlauf, die Elektra-Beckum mal billig bei Herrn Tito gekauft hatte. Diese Flaschen sind unsicher und seit beim befüllen mal einer tot geblieben ist, werden die nicht mehr nachgefüllt.
    Mit der Kennung bin ich mir nicht mehr ganz sicher, deshalb geh fragen....



    Total genial ist übrigens die Suchfunktion oben rechts! :dc:

  • Nu gut, die Gleichrichtung des Stroms erfolgt über eine Thyristorschaltung, in meinem Billiggerät ist kein Dreiphasen sondern drei Einphasentransformator verbaut. Manche Drehstromgeräte funktionieren übrigens auch mit einem Einphasentransformator, nutzen aber über eine Phasenanschnittbescahltung alle drei. Da darf man sich nicht täuschen lassen, da die Leistungselektronik über die Thyristorzündspannung jeweils immer eine Phase auf den Trafo zuschaltet. Ist deutlich günstiger als ein dreiphasiger Trafo und erfüllt den selben Zweck. Hier wird dann nur im Wechselstromkreis schon die einphasigkeit hergestellt, nicht wie früher üblich nach der Transformation in dem Übergang Wechselstrom nach Gleichstrom. Hier wird immer die Phase im 120Grad Winkel gewechselt. Die wiedereinschaltende Phase folgt der ausschaltenden verzögert (also mit Unterbrechung) damit durch die Winkelverschiebung und Parallelschaltung kein Kurzschluss entsteht.

  • Tja. Und was schließe ich jetzt daraus?
    Am Besten wäre ein neues gutes Gerät. Leider teuer.
    Gebraucht mit großem Risiko.
    Baumarkt kommt nicht in Frage.
    Also vielleicht Geduld und doch ein gutes gebrauchtes von einem zuverlässigen Verkäufer wurde ich im Moment denken.
    230v sind leider definitiv gesetzt.

  • Ich hab mir letztes Jahr n gebrauchtes aber vom Vorbesitzer wenig genutztes Lorch M2060 (von ca. 2008 glaub ich) gekauft. Gibt's mit 2 und 4 Rollen Antrieb. Meins hat 4 Rollen. Das 2060 hat ca 200 A Leistung, was für meine Bedürfnisse ausreicht. Für mich wars wichtig dass ich es mit 230 V betreiben kann, was bei diesem Gerät mittels Adapter möglich ist (bei gedrosselter Leistung). Arbeitet dann nur mit einer Phase, ohne Adapter bei 400V mit 2 Phasen. Leistungsstarke Geräte arbeiten mit 3, dann aber auch nur mit 400V. Für mich, der hauptsächlich dünne Bleche schweißen will reichts und n etwas dickeres Profil geht auch mal. Also ein guter Kompromiss. Die Größe des Gerätes is vertretbar, worauf ich auch geachtet habe. Ne 20L Pulle passt trotzdem grad so drauf.
    Bin damit gut zufrieden (wobei ich erst sehr selten benutzt hab) Macht aber nen Eindruck und hat ein gutes Ergebnis geliefert, was aber ja auch Übungssache ist. Ich denke man muss sich immer n bisschen an sein Gerät gewöhnen und ne gute Einstellung finden.
    Bezahlt hab ich knapp über 600€.


    Edit: Sieht SO aus. Nur das meines eben nen 4 Rollen Antrieb hat, is aber glaub ich auch nicht so entscheident, wenn man vor allem normalen Draht verarbeiten will. Um n gutes Angebot zu finden muss man sich halt n bisschen Zeit lassen und die Augen offen halten.

    Einmal editiert, zuletzt von The Dude ()

  • Tja,


    wenn man was gescheites haben will, wird es halt schwer -


    Fachhändler, Glück oder lange Suche.


    Ich würde da, insbesondere wenn das Budget jetzt nicht so eng gesteckt ist, mal beim örtlichen Fachhändler vorbeischauen.


    Vielleicht hat der ja sogar noch was in der Ecke stehen...


    Kannst Du eigentlich schon schweissen, d.h., könntest Du ein Angebot ggf. auf Herz und Nieren überprüfen ?

  • Welche Preis/Leistungstechnisch auch noch gut sind, sind die migatronic rally.
    Vllt läuft dir da mal eins über den weg. Lorch is natürlich Premium.
    Unter 500 wirste glaub ich schwer an was ordentliches laufen.