US-Van… aber welchen?

  • Tach Gemeinde! :winke:


    Nach unserm jüngsten Umzug habe ich wieder Stellfläche :thumbsup:


    Wie sich das gehört, hab ich natürlich mit der besseren Hälfte überlegt, wie man die sinnvoll nutzt.


    Ergebnis: Ein Van aus der neuen Welt würde sich da sicherlich gut machen.
    Mit Schlafplatz für kurze Wochenendtouren oder ähnliches.


    Aber was für einen? :dunno:


    Zwingend ist eigentlich nur: 8 Zylinder, aus dem letzten Jahrtausend, und ne grüne Plakette muss er bekommen.


    Da es hierzulande ja nicht wirklich viele Infos zu den einschlägigen Modellen gibt, sich hier aber eine Menge Wissender tummeln dürfte, stelle ich hier mal einfach die Frage nach der herrschenden Meinung.


    Ford? Chevy (GMC)? Dodge?


    Vielleicht fährt ja auch der Ein oder Andere hier so etwas und hat eigene Erfahrungen…


    Infos are welcome - und dafür schonmal: Danke! :worship:

  • ich hatte mal, glaub 4-5 Jahre, nen Chevy G20 Bj. um die 85-90, mit dem 5,7 Ltr., mit Bett, Kaptenchairs usw. ... Ich (jetzt: querschnittgelähmt/rollstuhlfahrer) find meinen TC3 2 Tg. in allen Bereichen (ok, bis auf den Sound halt) besser, selbst zum pennen! Nie wieder son Kack ...

  • In erster Linie würde ich dir zu einem Chevy G20 raten.


    Grund ist, dass es die Dinger zuhauf gibt und sämtliche Teile günstig zu beschaffen sind. (www.rockauto.com) Die 350er Smallblocks sind auch vergleichsweise günstig zu bewegen. (15 Liter) Mit Gasumbau ca. 10% mehr. Ein Umbau kostet so 2000-2500€.


    Indianer- und Wolf-Airbrushs, Südstaatenflaggen sowie viele bunte Lämpchen am Auto sind für den amtlichen Van-Fahrer unumgänglich. Der Fahrer selbst sollte immer mit entsprechendem Cowboyhut, Fransenhemd und passenden Stiefeln ausgestattet sein.

  • fords und dodges gibts hierzulande nicht wirklich viele. bei chevys ist die teileversorgung und das know how am größten, da machste am wenigsten falsch.
    wobei die späteren ford econoline ab irgendwann mitte 90er nicht schlecht sind. haben sie bis vor kurzem fast unverändert gebaut. habe in kanada viel an solchen dingern geschraubt. technisch sehr unproblematisch. bei uns läuft seit einiger zeit ein 2008er e250 5,4 liter van mit gas als firmenkarre, der ist gut, bis auf dass schon 2 mal die vorderen scheiben krumm waren.
    wie gesagt, die fords sind ganz gut, aber ersatzteilemäßig ist in deutschland nicht viel am start.
    die chevy express/gmc savana vans ab mitte 90er sind auch ok, so einen hab ich neulich mal zum tüv vorgeführt, ca 12 jahre alt und 150k auf der uhr, 2 jahre ohne mängel.
    mit g20 hab ich wenig erfahrungen, aber man sieht sie doch noch recht regelmäßig hier im straßenbild.
    das wichtigste bei so ner karre wäre mir, dass sie nicht schon 20 vorbesitzer hat die alles endverbastelt haben.

  • hatte vor einigen jahren n g20



    mörder-rießenplatz in der karre !!!
    5,7l einspritzer bei mir nie unter 20l allerdings nur kl. getriebe drin ,
    der "ami/geländewagen-spezialist" bei uns konnte mir leider meinen motor auch nich wirklich besser zum laufen bringen,
    der ami importeur (guter mann) konnte leider mit der einspritzung nix anfangen hätte mir aber gaser drauf baun könn.
    vlt. lags auch an dem euro 2 kaltlaufregler


    reifen schweine teuer, zündkerzen konnt ich nur 4 wechseln an die anderen bin ich einfach nich hingekommen...


    karre hielt nur eine tüv periode...



    Zitat

    das wichtigste bei so ner karre wäre mir, dass sie nicht schon 20 vorbesitzer hat die alles endverbastelt haben.


    jupp, meiner hatte das -> kaputt: klima, fensterheber, tempomat, paar innenlichter, später schiebetür abgefallen, auspuff abgefallen etc etc
    aber wenn nich verbastelt :se:
    mit einspritzung - grüne plakette


    motor zieht bis 1oo wie sau (hängt großen omega an ampel ab)
    danach je nach gaytriebe bis 17o (zumindest meiner)
    g20 findet man aber noch n paar,
    motor auch gut,
    darf halt nich verbastelt sein !!!

  • huhu,
    in meiner familie wird n g20 (irgendwas aus den 90ern) mit dem 5,7l mit gasanlage seit 6 jahren im alltag bewegt.
    innen pornös geil, richtig wohnzimmer.
    aber rosten tut der überall, sogar auf dem dach, aus den bisher eingeschweißten m² blech hätte man locker 2 knudsen bauen können.
    technik läuft (die 3-jährige automatikgetriebeodyssee sprechen wir besser nicht an) aber was der ständig an verschleißteilen benötigt hat mein /8 in seinem ganzen leben noch nicht gesehen: ständig bremsen, filter, öle, alle lager und buchsen, radlager, zündkerzen und -kabel (ok, gas ist schuld) und ständig wieder alles von vorn. dieser amischrott ist anscheinend einfach nicht gemacht für dieses gewicht.
    dafür ist alles problemlos zu bekommen, mikeandfranks hat meist sogar alles da.
    unter 25 liter gas/100km ist das dingen nicht zu bewegen, meist eher mehr.
    reifen sind aber erstaunlich billig, sind halt standard suff-reifen.
    leider liebt mein vater ihn, sonst hätten wir diese karre schon längst in die wupper geschoben :scheissepiek:


    wie wärs denn mit sowas:



    keine ahnung, was die können, sind aber deutlich hübscher und die traumfänger/airbrush-scene bleibt dir erspart.


    prohost, die wibke :uglybeer:

  • Den Herrn - und natürlich der Dame! - erstmal herzl. Dank für die Infos.


    Rein optisch gefallen mir Dodge (allerdings die B-Serie) und die dritte Serie der Econoline deutlich besser, aber wenn man überhaupt von Vernunft reden kann, sollte es wohl ein Chevy werden.


    Oder halt GMC, wovon ich eher zufällig ein WoMo entdeckt habe. So'n reines Wohnmobil war zwar nicht unbedingt erste Wahl, aber das Teil hat was.
    Steht natürlich (!) am anderen Ende der Republik - heißt also, dass demnächst wohl wieder ein Kurzurlaub fällig werden wird.


    So oder so: Auch wenn ich der Einzige sein sollte... Cowboyhut und Fransenhemd werden definitiv nicht ins Auto und Airbrush nicht ans Auto kommen.


    Wieder mal spannend finde ich einige Reaktionen mutmaßlicher Anbieter. Zum Teil überhaupt keine Antworten, oder auch sowas wie "Wieso Bilder? Sind doch bei mobile drin" (Anm.: 5 Bilder aus ca. 20 m Entfernung, wahrscheinlich am Morgen nach einer Zechtour aufgenommen) oder etwa 10 Meldungen per WhatsApp, warum das Fahrzeug doch kein TÜV hat, sondern seit 5 Jahren stillgelegt ist, oder das Geld für die erneute Fahrprüfung benötigt wird. Tja, und erstaunlch ist, wiviele sich schweren Herzens von ihrem geliebten Fahrzeug, dass einen nie im Stich gelassen hat, trennen ...

  • Da geb ich, als Fransenhemdloser Van Fahrer ohne Hut, mal meinen Senf dazu.
    Aus eigener Erfahrung kenn ich den Dodge B3500 (Bj 98, 5.9 V8) und den Ford E250 mit dem 5.4 V8. Beide Fahrzeuge kamen von der US-Army in einmal-ohne-alles-ausser-Klima-und-Hinterachssperre Ausstattung.
    Dem Dodge, und auch dem Chevy G Van, merkt man an, dass er eine Konstruktion aus dem frühen 70ern ist. Vor allem der Innenraum ist deutlich kleiner als beim Ford, vor allem der Fußraum für Fahrer und Beifahrer ist deutlich kleiner.
    Der Dodge nimmt sich ab 17-18 Liter aufwärts, geht aber auch ganz vernünftig mit seinen 245 PS. Hauptproblem beim Dodge ist der Rost, hauptsächlich an den vorderen Rahmenauslegern und den Schwellern und das Getriebe streckt gern mal die Hufe (~2500€). Ersatzteile sind relativ teuer.
    Die Chevys rosten wie die großen und haben verschweisste Kotflügel vorn, dafür sind die Teile sackbillig und man kostenlos das Countryfan-Image dabei :catch:
    Jetzt zum Fochd, fahr ja grad selber einen.
    Der Ford wurde von '92 bis 2014 in den Grundzügen fast unverändert gebaut. Riesenvorteil in meinen Augen gegenüber Chevy und Dodge: Der Ford verfügt über einen seperaten Leiterrahmen, d.h. er ist stabiler und wenn mal wirklich ein Motortausch oder größere Arbeiten anstehen ist die Hütte in 2-3 Stunden vom Rahmen gehoben und man kommt überall dran. Der Innenraum ist größer und vor allem der Einstieg bequemer (riesen Argument für Leute wie mich, mit kaputten Knochen).
    Die Motoren ab '98 sind die aktuellen Modular Motoren von Ford, einige schiessen gern mal ne Kerze aus dem Gewinde.
    Mein Verbrauch mit dem E250 5.4 liegt bei etwa 17 Liter LPG, auf Benzin hab ich noch nie gemessen. Laufleistungen von 500.000km sind eher die Regel als die Ausnahme. Ich kenn einen Mechaniker in NYC der eine Flotte Rettungswagen betreut, 95% Ford E-Series, und das größte Problem sind ausgeleierte Türscharniere vom 300x am Tag auf und zu machen. Rost findet sich hauptsächlich unter den Bodenbelägen/Teppichen da Ford dort ein wassersaugendes Dämmmaterial eingesetzt hat S_M
    Der V10 mit 6.8 Liter liegt im Verbrauch übrigens um die 2-3 Liter über dem V8, ist also durchaus eine Alternative. Die Diesel sind im Van nicht ganz unproblematisch, der Motorraum ist recht klein und die kämpfen mit Hitzestau. Der standfestere ist auf alle Fälle der 7.3 Powerstroke, der 6.0 braucht einiges an Nachrüstungen um Bulletproof zu werden. Die Getriebe halten auch deutlich länger als bei Dodge. Teile liegen preislich zwischen Chevy und Dodge.


    Egal welchen Ami, achte immer darauf, dass die Kiste möglichst unverbastelt ist ! Vor allem die Elektrik ! Ich hab schon die optisch tollsten Autos beim Verkäufer stehen lassen weil die Elektrik verbastelt war und es nur eine Frage der Zeit war wann die Kiste abfackelt. Empfehlen kann ich Fahrzeuge der US Army wie sie immer wieder über die Vebeg versteigert werden. Die sehen zwar oftmals aus wie Sau, speziell wenn man die niedrigen Kilometerstände dagegen vergleicht, sind aber immer schön durchgehend gewartet. Bei meinem Dodge haben sie zwischen Verkauf und Abholung noch einen kompletten Service gemacht, war halt fällig :thumbup:  
    Bei Fragen einfach melden :winke: