Rostige Hinterachse frei brennen?

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Rostige Hinterachse frei brennen?

    Ich habe folgendes Problem mit meiner "neuen" Taunus Hinterachse.
    Sie macht im Schiebebetrieb und beim Rollen ein geschwindigkeitsabhängiges "rotierendes" Geräusch, das wird viel weniger unter Last draufkommt und bei einer Bestimmten Drehzahl scheint es ganz weg zu sein. Das nervt natürlich.
    Die Achse lag Jahrzehnte und war wohl nicht lange im Gebrauch (Es stand was mit 60 oder 80tkm drauf). Beim Service wurde sie aufgemacht, entleert, innen der Rost gesäubert und es war wohl sehr wässrige Öl-Rostsuppe drin.
    Neues Öl,
    neuer Simmerring vorne
    neue Radlager außen.

    Ich fahre die Achse jetzt ca 1 Woche.
    Gestern war ich inner Werkstatt nach 20km Fahrt von der Arbeit.
    Fogendes war zu beobachten:
    die Achse war recht heiss,
    die Achse ließ sich nur schwer mit der Kardanwelle drehen. Kardan abgemacht, lag an Achse nicht an Kardan.
    Öl abgelassen, sah aus wie Kakao.

    Wir haben jetzt Getriebeöl (75W irgendwas) reingekippt, ich fahr den Eimer nochmal 150km dann wird wieder Öl gewechselt.

    Wahrscheinlichste Ursachen für die Geräusche scheint wohl Rost in den Lagern.

    Kann man da irgendwas chemisches beimischen zum Lösen von dem ganzen Mist vor dem nächsten Ölwechsel?

    Jetzt wo ich das schreibe... Kann es sein, dass die Jungs irgendwas verhunzt haben beim Wechsel des vorderen Simmerrings?


    Danke für Rückmeldungen.
    Ohne Schnaps und Liebe ist das Leben trübe.

  • naja...ich denke...zum wechsel des dichtrings muss ja der flasch ab. damit nimmt man dem kegelrad
    die vorspannung. eigentlich müsste dann auch wieder eine neue spannhülse verbaut werden.
    wenn nicht, sollte die mutter wenigstens wieder mit dem gleichen drehmoment angezogen werden
    bzw an der selben position sein wie vorher. würde ich jetzt mal so sagen...

    aber rost in den lagern...dafür müsste sie ja ewig trocken gelegen haben. ich glaube, bis eine achse
    innen rostet das dauert

    meine achse macht ein eher rythmisch mahlendes geräusch...seit zig tausend km. und wenn ich
    versuche sie von hand zu drehen, an der antriebswelle, braucht es einige "kraft" und ich habe eine
    hohes "losbrechmoment". dann dreht sie sich recht leicht, bis zum nächsten mal.

    und was ist jetzt mit frei brennen gemeint? :michi:
  • frei brennen soll heissen, mit irgendwelchen Mittelchen den Rost aus der Achse zu bekommen. So wie frei fahren :)

    Was mich ärgert ist, dass ich jetzt nicht weiß ob der Mist jetzt wegen Rost ist oder Simmerringwechsel.

    Schweres drehen und Geräusche deuten dann wohl auf zu festes Anziehen der Mutter hin oder?
  • hmm...könnte daran liegen, das kann ich mir schon vorstellen.

    das einfachste wäre wohl mal, sich das tragbild anzusehen. ganz einfach mit fett oder etwas farbe.

    den rost, wenn es denn wirklich so gerostet sein sollte, wirst du aus einer öligen achse nicht einfach so raus bekommen.
    zumal die ja nun schon gelaufen hat. ich würde vielleicht einfach nochmal das öl wechseln sae90 rein und fahren...
  • Wenn die Achse heiss wird ist wohl die Vorspannung in den Kegelrollenlagern der Antriebswelle viel zu groß.
    Haben die Jungs da Mist gemacht ist das kaum wieder rückgängig zu machen. Dann brauchst du mindestens eine neue Stauchhülse.
    Um das festzustellen musst du wohl die Mutter der Kegelradwelle etwas lösen, vorher zeichnen. Wenn das Ding dann leicht dreht hast du den Übeltäter.
  • Die Achse sollte dann neu eingemessen werden, möglichst mit neuer Quetschhülse.

    Vermutung: beim Siriwechsel hat der Monteur die Schraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen, ohne eine neue Hülse zu verwenden und deshalb ist das Ganze nun zu arg vorgespannt. Richtig wäre es gewesen, die Position der Schraube zu markieren und die exakt so, oder ein paar Grad weiter, wieder anzuziehen.

    Nick schrieb:

    da ham wir doch das beste beispiel, dass oldtimer und kind funktioniert.

    The risk I took was calculated. But man, am I bad at math.
  • motomobil.com/hinterachs-diffe…chse,2669,43341010-4.html

    Wer das Kann? Jemand mit psssendem Werkzeug... Hast du ein WHB? Da steht das gut beschrieben drin. Man muss das Dingens so arg anziehen, bis ein vorgeschriebenes Durchdrehmoment erreicht wird. Alles ein riesen Mist :S

    Nick schrieb:

    da ham wir doch das beste beispiel, dass oldtimer und kind funktioniert.

    The risk I took was calculated. But man, am I bad at math.
  • Miles, der Werkstattmensch haette eben NICHT nach Drehmoment anziehen sollen, sondern die Schraube wieder so wie sie war, dass die Quetschhuelse und dadurch auch die Lager wieder die gleiche Vorspannung haben wie vor den Arbeiten. Das hat er aber anscheinend nicht gecheckt, und dadurch zu viel quetschiquetsch gemacht...

    Nick schrieb:

    da ham wir doch das beste beispiel, dass oldtimer und kind funktioniert.

    The risk I took was calculated. But man, am I bad at math.
  • Miles2 schrieb:

    So ne fucking Mutter sollte doch jeder auf drehmoment kriegen oder was ist da die Herausforderung?
    Mit dem Anziehen wird die Quetschhülse zusammengequetscht.
    Deshalb heisst sie ja auch Quetschhülse.

    Ziehst Du jetzt bei bereits gequetschter Hülse die Mutter wieder mit vorgeschriebenen Drehmoment an stauchst Du die Hülse weiter, also zu viel.
    Deswegen soll man ja, wenn man die Hülse nicht erneuert, die Mutter wieder genau so setzen, wie sie vorher gewesen ist.

    Ich kenne wohl jemanden, der das kann, allerdings macht der so eine Geschichte nur, wenn er die Lager alle selber bestellt (nur originale Fordteile oder gleichwertig) und alles selber macht. Und er wechselt auch nicht nur einzelne Lager.

    Ich weiss auch nicht was er dafür nimmt, auf jeden Fall wirds kein Angebotspreis sein.