Nachfertigung Ausstellfenster mit Loch?

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    • Hey Leute...

      Vielleicht hier noch mal mein Gedankengang wie sowas funktionieren könnte mit Arbeitsschritten:

      1. Man nimmt eine Scheibe und stellt vom betreffenden Teilstück (Also die hintere Ecke) eine Silikonabformung her.
      2. Diese wird dann mit einer speziellen Feuerfesten Masse ausgegossen.
      3. Jetzt hat man ein 1:1 Duplikat von der Scheibe.
      4. Auf dieses Modell kann man jetzt mit Wachs oder Kunststoff eine Haltevorrichtung draufmodellieren.
      5. Dieses wird dann mit Gusskanälen versehen und wieder komplett mit einer Feuerfeste Masse umschlossen. (In der Zahntechnik/bei Goldschmieden gibt es spezielle Massen dafür, damit das Endprodukt genau so später in Metall ist wie es in Wachs vorgegeben wurde)
      6. Durch erhitzen in einem speziellen Ofen verbrennt das Wachs/Kunststoff , wodurch eine Form entsteht in der man jetzt Stahl eingiesst.
      7. Nach entfernen der Feuerfeste Masse hat man jetzt die Wachsmodellation 1:1 in Stahl umgesetzt.
      8. Dieses muss man jetzt, durch ausarbeiten mit Fräsen, anpassen an die Originalscheibe.
      9. Wenn es passt wird alles noch schön hochglanzpolliert und fertig.

      So werden (grobe Beschreibung)Kronen, Brücken und Stahlplatten in der Zahntechniker hergestellt oder teilweise auch Schmuckstücke beim Goldschmied. Wie passgenau sowas sein muss könnt ihr euch bestimmt vorstellen.

      Es wäre dann im Prinzip so wie es Bibo geschlossert hat. Nur das man nicht biegen,schneiden, schweissen muss.

      Vielleicht ist meine Idee jetzt ein bischen besser zu verstehen.
      Was haltet ihr davon?

      Gruss + Prost
    • Also wem die Idee von Bibo (die mir persönlich sehr gut gefällt) nicht zusagt oder zu auswendig ist und für dem Plexiglas kein Thema ist hät ich da noch ne Idee, die jeder in seiner Garage ausführen kann und sich preislich in Grenzen hält:

      Kleber können sehr gut Zug- und Druckkräfte abhaben, auch noch gut Querkräfte. Was die aber, gerade auf Dauer, aushalten sind Schälkräfte, die aber bei so einem Ausstellfensterscharnier leider auch auftreten.
      Deshalb löst sich der Kleber auch früher oder später.
      Um dem Entgegen zu wirken muss man wie Schälkräfte verringern oder gleich ganz beseitigen. Die Idee hierbei mir dem Loch und Gegenplatte war hier schon ne gute Idee.
      Da man aber nun bekanntlich nicht durch die Scheibe bohren kann muss was anderes her, und was geht einfach so durch Scheiben? Magnetfelder....

      Das Schlagwort ist "Neodym Magnet". Die gibt es in allen Größen, auch in Scheiben mit passendem Durchmesser für die Scharniere.
      Einen Klebt oder schraubt ihr euch an das Scharnier, klebt das Gebilde dann auf die Scheibe.
      Auf die Andere Seite klebt ihr euch einen Zweiten Magneten, also Scharnier-Magnet-Scheibe-Magnet.

      Der Kleber hält dabei nen Magneten nur in Position, andernfalls kann man die Seitlich verschieben. Die Haltekraft kommt allein vom Magneten.
      Diese sind verkupfert und vernichtelt und sehen auch chic aus.

      Kostenpunkt pro Magnet ab 5 €...

      Achtung dabei, je höher der N-Wert, desto besser die Qualität und desto höher die Haltekraft. Am besten welche mit hohem N-Wert kaufen...

      Jetzt hätten wir also viele Ideen in diesem Thread, sollte sich doch für jedem das passende finden...

      P.S.: bei der Idee von Rebel denke ich, das es einfacher, aber warscheinlich auch nicht günstiger, wäre, das Zeug aus Edelstahl 3D zu drucken. Halte ich aber für übertrieben...

      P.S.S.: Wer die Neodym-Magnet spanend bearbeiten möchte (Auch feilen!), weil er vieleicht keinen Passenden Magneten kaufen möchte oder warum auch immer, bitte aufpassen.
      Bearbeiten geht grundsätzlich, aber das Material kann sich entzünden. Also Löschmittel für Metallbrände bereit halten.
      Außerdem auf eine Schutzbrille achten, das Meterial Splittert sehr scharfkantig...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ben ()

    • also CNC Fräsen und drehen geht bei mir ohne weiteres.
      Für 3D-Metalldruck gibts ja einige Firmen, auch könnte ich mal meinen alten Prof. von der FH fragen, der hat auch noch so was rumstehen.

      Aber cnc-fräsen schätze ich jetzt Mal auf mittleren bis hohen zweistelligen und 3D-Metalldruck auf niedrigen bis mittleren dreistelligen Betrag pro Teil kommen. Deshalb sag ich ja, ist übertrieben.

      Deine Gießerei kommt auch auf einen niedrigen bis mittleren dreistelligen Betrag, sofern du Zugriff auf die Technik und Maschinen hast. Stahl kann man schließlich nicht auf dem Küchenherd Aufschmelzen. Also auch übertriebener Aufwand...
    • Ben schrieb:

      Die Idee hierbei mir dem Loch und Gegenplatte war hier schon ne gute Idee.
      Da man aber nun bekanntlich nicht durch die Scheibe bohren kann muss was anderes her, und was geht einfach so durch Scheiben? Magnetfelder....
      Die Idee kommt ja nicht von mir oder irgendwo, da hat damals Ford selbst einfach gesehen, dass die Lösung mit dem Kleber Scheiße ist und hat dann beim Nachfolger, dem geraden Coupe die Version mit Loch und Verschraubung gemacht.

      Die Sache mit den Magneten - da hätte ich Bauchweh. Bei den Dingern gehts doch immer auch um den Luft (in dem Fall Glasspalt ^^ ), der dazwischenliegt. Mich würde es da wirklich stark wundern, wenn da zwei Magneten durch die Scheibe den kompletten Zug aufnehmen können mit dem großen Spalt dazwischen. Da kommt nämlich ganz schön was drauf über das quasi-Kniehebelprinzip der Halter und der Vorspannung über den Dichtgummi
      Was meinst Du mit Schälkräften?

      3D Print in der Lasersintervariante wär sicher mal eine Möglichkeit für einen Prototypen. Aber imho für einige Stück eeetwas toia.


      In meiner Birne hat sich da schon eine "Klammer" zusammenkonstruiert, die ich mal ausprobieren werde bei Gelegenheit.
      Das wird im Prinzip so aussehen, dass ich mir aus einer 12 oder 14mm Niroplatte stehend eine Kontur rauslasern lasse. Hier kann ich sehr fein nach Naturmaß die Krümmung der Scheibe mit reinkonstruieren und noch Platz für eine Gummizwischenlage reinbringen. Außen Möglichst zart verlaufend, nach hinten Richtung Bogen um das Scheibenende etwas verdicken, nach innen kanns ruhig etwas stärker werden und dann für das Gewinde zum Verschrauben schön Fleisch einplanen.
      Das Ganze kostet im Laserzuschnitt nichtmal ein Taschengeld und ist ausreichend bis sehr präzise. Kanten schön machen, ein wenig polieren und fertig.

      Wenn ich Zeit habe, nehm ich mal ein paar Naturmaße an der Scheibe und schieb hier 3D Teil rein. Das kann sich dann ja jeder der möchte als Basis hernehmen, weiter zurechtstricken und für entweder 3D Druck aufbereiten, Fräsen, oder was auch immer.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stefan (A) ()

    • Stefan (A) schrieb:

      Die Sache mit den Magneten - da hätte ich Bauchweh. Bei den Dingern gehts doch immer auch um den Luft (in dem Fall Glasspalt ), der dazwischenliegt. Mich würde es da wirklich stark wundern, wenn da zwei Magneten durch die Scheibe den kompletten Zug aufnehmen können mit dem großen Spalt dazwischen. Da kommt nämlich ganz schön was drauf über das quasi-Kniehebelprinzip der Halter und der Vorspannung über den Dichtgummi
      Was meinst Du mit Schälkräften?

      Die Schälkraft ist eine Kraft, die nur auf die Kante der geklebten Fläche wirkt (Linienbelastung), so dass ihr nur eine geringe Klebstoffmenge entgegenwirken kann.

      Also Neodym Magnete haben eine Remanenz von bis zu 15 kGauß, bei einem Magnetdurchmesser von 30 mm und einer Glasscheibendiche von 5 mm haben die ungefähr eine Haftkraft von 70 N (ca. 7 kg). Zusätzlich zum Kleber hält das ewig.

      Aber mach das mit der Klammer, hört sich gut an, wie du das schreibst...
    • Ich schätze mal, die einfachste Lösung wäre eine Vergrösserung der Klebefläche auf etwa 30mm Durchmesser. Dann dürften die Kleber halten.
      Bei den originalen Klebepunkten hatte ich schon Scheiben wo nicht der Kleber selbst versagt hatte, sondern eine dünne Glasschicht aus der Scheibe gerissen wurden. Die Scheibe selbst ist dabei nicht zersprungen. Der Zug auf die kleine Fläche ist einfach zu groß.
      Ich habs noch nicht gemessen, aber bei Umlegen des Kniehebels merkt man wie gewaltig der Zug ist. Meiner Einschätzung nach ein Vielfaches von 7 kg. Ich habe Unterlegscheiben unter den Plastikklotz der hinteren Befestigungsschraube der Knebelmimik gelegt, damit der Zug so klein wie möglich ist.
    • das mit den Unterlegscheiben hab ich auch so gemacht. Du hast mir vor einiger Zeit ja mal diesen Tipp gegeben. Ich habs so eingestellt das die Scheibe gerade so an der Dichtung anliegt. Der Unterschied beim schliessen ist deutlich zu spüren. Ich würde fast behaupten das da nix mehr passiert wenn es vorher schon bei vollem Zug auf die Klebestelle gehalten hat.
      Bei mir war wohl die Rettung das die Scheiben im laufe der Jahre (oder warens Jahrzehnte ?) an den Dichtungen festgeklebt waren. Vorne beide Laschen abgelöst, Scheibe hielt nur an der Dichtung und am hinteren Klebepunkt. Etwas Glück brauchts halt auch hin und wieder.
    • bei mir war nicht der Klebepunkt vom Aufsteller das Problem sondern die zwei Haltenasen an der Vorderseite die in das Gummi gesteckt werden. Selbst mit Scheibenkleber und langer Trockenzeit haben die sich entweder beim einstecken ins Gummi oder danach wieder gelöst...so ist dann einer der Schwerkraft auf den Betonboden gefolgt.
      Ich hab aus Zufall und mit viel Glück dann Ausstellfenster bekommen mit einem Metallrahmen bei welchem die Nasen angebracht sind, die Kräfte wirken dann auf den Rahmen.
      Die Idee mit den Magneten find ich sehr gut, der Klebepunkt hält zwar, aber zur Sicherheit hilft das Magnet
    • Zwischendurch, zur Unterhaltung der werten Meute, eine Geschichte aus der Bundeswehrzeit:
      Consul QP (mit Hüftschwung :love: ). Nach Dienstschluss über die Panzerpiste gebügelt. War ein Kumpel mit nem Rekord dabei, die Fahrweise wurde, na sagen wir leidenschaftlich :whistling:
      Nach Rückkehr auf sozialverträglichen Boden war die Geräuschkulisse irgendwie ungewohnt... umgeschaut, beide Ausstellfenster weg :thumbsup:

      In der inzwischen eingebrochenen Dunkelheit zurück auf die Panzerpiste. Beide lebend wiedergefunden.
      Hab die dann mit nem gescheiten Kleber (ich mein es war Stabilit Express) wieder angebracht, sie hielten dann länger als das Auto.

      Moral von der Geschicht: man muss nicht aus allem eine Raketenwissenschaft machen ;)

      -

      Don't look back -
      you're not going that way

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