T9 5 gang lager tauschen

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  • T9 5 gang lager tauschen

    ich bau jetz ma wieder n 5 gang aus, hab die bisher immer nur getauscht.
    das hier will ich aber reparieren.
    es macht geräusche in allen gängen ausser dem 4.

    hat ma jemand ne kurzanleitung und n bild mit nem pfeil auf das wahrscheinlich zu tauschende lager?
    hab irgendwie kein whb und kein rep. buch mehr...
    danköö... :uglybeer:


    Ne Legende und ein arbeitsloser Penner sehen sich ziemlich ähnlich.
  • hab ich mal geklaut

    Demontage T9-Getriebe

    Ich gehe mal davon aus, das Getriebe ist ausgebaut, halbwegs von außen gereinigt und liegt vor uns auf der Werkbank. Das Öl wurde bereits abgelassen. Wenn ich im Folgenden die Begriffe „links“ und „rechts“ verwende, so bezieht sich das immer in Fahrtrichtung. „Vorn“ ist da, wo die Getriebeglocke sitzt. „oben“ ist oben.
    Ich beginne mal mit einer Liste der erforderlichen Werkzeuge:

    Große Ratsche, Verlängerung, Stecknüsse SW 10, 13, 17, 19, 27
    Schraubendreher klein, mittel, groß
    Maulschlüssel SW 10, 13, 17
    Ringschlüssel SW 13, 17, 19, 22
    Schlosserhammer, Gummihammer
    Großer, kräftiger Körner ca. 14mm Durchmesser
    Durchschläger Größe 4mm, 12mm
    Vierkantschlüssel 10mm
    Inbusschlüssel 5mm, 10mm
    Torxeinsatz TX40
    2-Arm- oder 3-Armabzieher
    Sägeringzange innen und außen
    Stabmagnet
    Stechbeitel ca. 19mm
    Spezialschlüssel, 36er Ringschlüssel geht zur Not oder kräftige Rohrzange
    Hilfsmittel:
    2 Schrauben M10x80, 2 Muttern M10, 1 Schraube M8x80, 1 Mutter M8, 1 8er Karosserie-scheibe, jede Menge Putzlappen, ein paar Holzleisten zum jeweiligen unterlegen

    Als erstes entfernen wir die Getriebetraverse, je nachdem, ob sie beim Getriebeausbau schon demontiert wurde oder nicht. Es ist nur eine Schraube SW19. Am Besten mit Stecknuss lösen.
    Jetzt wird der Ausrückhebel samt Ausrücklager vom Getriebe gelöst. Dazu von der Rückseite der Getriebeglocke den kleinen Passstift ausschlagen. Durchschläger verwenden.
    Als nächstes die 10 Schrauben SW10 des Getriebedeckels entfernen. :!:Nicht auf den beiden vermeintlichen Nieten, welche diagonal angeordnet sind, herumhämmern! Sie dienen lediglich bei der Montage als Justierung. Nun Ölablassschraube rausdrehen. Es ist meist ein 10er Innenvierkantschlüssel erforderlich, jedoch wie bei meiner Ausführung auch ein 10er Inbusschlüssel möglich. Jetzt demontieren wir den Schalthebel. Es sind diese 3 Schrauben mit dem Innenvielzahn. Ein 40er Torxeinsatz wird hierbei benötigt. Durch das so entstandene Loch schlagen wir gleich den Blechdeckel nach hinten heraus. Schalter für Rückfahrscheinwerfer ausbauen, 22er Ringschlüssel verwenden.
    Nächster Schritt ist der Ausbau des Tachoantriebs. Dazu auf der linken Seite den Blechdeckel entfernen. Das geht am besten, indem man mit 2 bis 3 Schraubendrehern den Deckel gleichmäßig hochhebelt. Ist er ab, sieht man eine blaugrünes Plastikzahnrad. Dieses wird von der Gegenseite einfach durchgedrückt. Bei dieser Gelegenheit hebeln wir gleich den dazugehörigen Simmerring raus. Er kann ruhig kaputtgehen, denn er wird in jedem Fall erneuert. Lediglich aufpassen, dass keine Kratzer ins Gehäuse gemacht werden!
    Nun wird die hintere Arretierung der Schaltwelle gelöst. Das ist die ovale (ca. 3mm starke) Stahlplatte, welche mit 2 13er Schrauben befestigt ist. Diese Platte löst sich nach Entfernen der Schrauben mit 2 bis 3 leichten Hammerschlägen. Sie wurde mit Dichtmittel verklebt. Jetzt wird die kleine Druckfeder und der Kugelzylinder rausgenommen.
    Als nächstes wird die vordere Arretierung der Schaltwelle ausgebaut. Es ist eine Inbusschraube 5mm. Sie befindet sich vorn-links-oben am Getriebegehäuse. In diesem Loch befinden sich dann eine Druckfeder und ein Kugelbolzen. Beides ziehen wir mit einem kräftigen Stabmagneten heraus.
    Diese Arbeiten waren bisher nur Piepelkram. Jetzt wenden wir uns den größeren Arbeiten zu!

    Bevor wir nun die Getriebeverlängerung (auch Schaltturm genannt) lösen, müssen wir die Schaltgabel und den Schaltstein mit dieser Art Unterlegscheibe ausbauen. Wir brauchen einen Hammer und einen Dorn 4mm. :!:Ehe wir aber loslegen, empfehle ich ein Foto vom Schaltmechanismus zu machen. Das kommt einem dann bei der Montage wieder zu Gute. Mit dem 4er Dorn schlagen wir jetzt den Passstift des Schaltsteins heraus. Der Stift fällt sicher ins Getriebe. Keine Panik, den kriegen wir später! Man kann allerdings auch reichlich Lappen unterlegen, um den Stift aufzufangen.

    Jetzt werden die 6 Schrauben, welche die Getriebeverlängerung an die Zwischenplatte und an das Getriebegehäuse halten, rausgedreht. Sie haben SW17. Es empfiehlt sich die Verwendung einer Ratsche, da die Schrauben nicht sehr leichtgängig sind. Sie sind beim Zusammenbau des Getriebes mit Dichtmittel versehen worden. Dies ist später auch wieder nötig. Das sehen wir auch daran, dass aus den Schraubenlöchern jetzt noch etwas Öl ausläuft. Zu beachten ist dieser „Blechzettel“ an der mittleren linken Schraube. Dieser gibt uns Aufschluss über das Getriebe. Ein Teil dieser Nummer kann ebenfalls im Getriebegehäuse, linke Seite eingegossen sein; muss aber nicht. Ich habe beide Varianten schon gehabt. Wichtig ist die Zahl „839 T“. Also ein Getriebe Baujahr `83, Typ 9. Das brauchen wir bei der Teilebestellung später.
    Jetzt lösen wir durch ein paar gezielte Schläge mit dem Gummihammer die Getriebeverlängerung vom Vorderteil. Wenn sich die Dichtung gelöst hat, kann man die Verlängerung nach hinten abziehen.
    Die Schaltgabeln, der Schaltstein und diese Scheibe rutschen von allein von der Schaltwelle. Die Schaltgabel des 5. Ganges (welcher jetzt sichtbar wird) wird wahrscheinlich den Synchronkörper des 5. Ganges so weit nach hinten ziehen, dass die 3 „Steine“ herausfallen. Ist aber nicht schlimm – kann man mit den Fingern wieder zusammenpiepeln. Falls das Getriebe aber bis ins letzte Teil zerlegt wird, hätten wir den Synchronkörper später eh runter geschoben und die 3 Steine rausgenommen.
    Jetzt machen wir uns an der Hauptwelle zu schaffen (Die obere Welle). Hinten sitzt ein Schneckenrad, welches der Antrieb für den Tacho ist. Mit einem langschenkligen 3-Armabzieher ziehen wir das Schneckenrad nach hinten ab. Sollte man jedoch einen so langen Abzieher nicht zur Verfügung haben, ist das auch kein Problem. Wir entfernen das „Paket“, welches zwischen dem Schneckenrad und dem Getriebegehäuse (mit Zwischenplatte) ist. Dazu wird nur der Sprengring geöffnet und Richtung Schneckenrad geschoben. Er verbleibt lose auf der Welle. Jetzt kann das Paket ebenfalls nach hinten geschoben werden. Dieses „Paket“ ist der 5. Gang. Wir schlagen damit vorsichtig auf der Welle gegen das Schneckenrad. Es geht ganz leicht ab und passt über die hintere Verzahnung, genau wie auch der 5. Gang. Also alle jetzt losen Teile, auch die Sprengringe nach hinten abziehen. :!:Reihenfolge für die spätere Montage notieren und ein Foto machen. Jetzt sieht man das obere hintere Lager. Es hat zur Sicherung einen inneren und einen äußeren Sägering. Mit einer Sägeringzange lösen wir beide und schieben sie ebenfalls von der Welle.

    Jetzt schrauben wir die Getriebeglocke ab. Es sind 4 Schrauben SW19. Mit einer Steckschlüsselkombination kommt man da ganz gut ran. Unter Umständen sitzen die Schrauben sehr fest. Ein kurzer Schlag mit dem Hammer auf das Werkzeug tut Wunder. Nachdem die Schrauben raus sind, Getriebeglocke mit einem Gummihammer vom Getriebegehäuse lösen.

    Jetzt bauen wir das Teil aus, auf dem sonst das Kupplungsausrücklager gleitet. Ich nenne es im Folgenden mal „Führungshülse für vorderes Ausrücklager“. Hierzu sind die 4 Schrauben SW10 rauszudrehen. Die Führungshülse enthält einen Simmerring, welcher ebenfalls getauscht wird. Beim Raushebeln wieder darauf achten, dass keine Kratzer durch das Hebelwerkzeug entstehen. Bei der späteren Montage der Führungshülse ist darauf zu achten, dass die Bohrung wieder oben ist. :!:Foto machen oder Markierung anbringen! Jetzt entfernen wir gleich die Papierdichtungsreste. Das geht mit einem Stechbeitel am besten. Wieder darauf achten, dass keine Riefen ins Gehäuse gekratzt werden.

    Jetzt wird die Vorgelegewelle mit einem Dorn nach hinten raus geschlagen. Leichte Hammerschläge reichen völlig. Kleine Schläge auf den Dorn machen. Die Vorgelegewelle ist nur eine „Eisenstange“. Also nicht weiter wundern. Wenn die Welle ca. 10mm im Gehäuse verschwunden ist, ist sie auch schon lose und gleitet von allein nach hinten raus. Es werden die Nadeln des Nadellagers sichtbar. Sicher fallen sie in die Hohlwelle. Diese Hohlwelle ist das eigentliche Vorgelege, zu dem wir erst noch kommen. Mit einem Stabmagneten werden die Nadeln rausgeholt. Das geht leicht. Es müssen übrigens 21 Stück sein.
    Des Weiteren klimpern im Vorgelege noch 4 Distanzringe rum. An die kommen wir allerdings erst später ran.
    Man kann jetzt übrigens sehr gut kontrollieren, ob an diesem Lager Verschleiß vorliegt. Die Vorgelegewelle ebenfalls genau ansehen, ob Einlaufspuren der Nadeln zu sehen sind. Falls ja, auch mal ins Vorgelege hinein sehen und mit dem Finger fühlen. Dieses Nadellager ist der Schwachpunkt des 5-Ganggetriebes, weil am kleinsten dimensioniert. Falls es in Ordnung ist, ist die nächstmögliche Schwachstelle das Nadellager der Hauptwelle (es ist eigentlich schon ein Rollenlager mit Käfig)

    Jetzt folgt der an sich schwierigste Teil bei der ganzen Demontage.
    Auf dem Vorgelege befindet sich am hinteren Ende eine große Spezialmutter. Sie ist aus Aluminiumdruckguss. Um diese Mutter auf dem Vorgelege zu sichern ist sie mit einem Schlag ins Vorgelege verkeilt worden. Man sieht das auch sehr schön, weil das Vorgelege hohl ist und am Gewindeende die Mutter ins Material gebogen ist. Diese Sicherung gegen selbstständiges Lösen ist von uns wieder rückgängig zu machen. Mit dem Hammer und einem kleinen Meißel „biegen“ wir das Material wieder zurück. Es ist nur Alu. Das Gewinde des Vorgeleges muss nun frei sein, damit man die Mutter abschrauben kann. Die Mutter ist an sich durch ei-nen Spezialschlüssel zu lösen. Sie sitzt bombenfest, wie mit einem Schlagschrauber angeknallt. Es ist ein ganz normales Feingewinde, welches ja höhere Anzugsdrehmomente als ein normalmetrisches Gewinde erlaubt. :!:Es ist kein Linksgewinde! KEIN!
    Wenn man so was hat, könnte ein 36er Ringschlüssel passen. Ich habe so eine Mutter auch schon mit einer großen Rohrzange (nicht zu verwechseln mit einer Wasserpumpenzange) gelöst.
    Wichtig ist noch, dass das innere des Getriebes gut gegengehalten wird. Man stopft es voll Putzlappen, welche sich in den Zahnrädern so verkeilen, dass sich nichts mehr dreht. Das klingt jetzt vielleicht etwas unkonventionell, aber ich gehe davon aus, dass nicht jeder den Spezialschlüssel und den Gegenhalter hat. Es kann nicht kaputt gehen, das schwächste Teil bei dieser Arbeit ist die Mutter selbst. Also keine Bange, sie geht schon irgendwie ab.

    Als nächstes wird das Zahnrad abgezogen, welches von dieser Sch...mutter gesichert wurde. Ich verwende einen 2-Armabzieher. 3-Arm geht auch, wenn es ein kleinerer ist. Hierzu muss jedoch das Loch des Vorgeleges verschlossen werden, um einen Druckpunkt für den Mittel-dorn des Abziehers zu haben. Ich verwende eine alte 19er Stecknuss. Hier muss man mal ein bisschen improvisieren. Das Zahnrad ist nicht besonders stark verpresst, aber eben gerade so stark, dass man einen Abzieher verwenden muss. Hinter dem Zahnrad ist eine Distanzscheibe. Nicht verlieren.

    Wir sind jetzt wieder an einem Punkt angelangt, wo mancher nicht mehr weiter weis. Offensichtlich geht nichts mehr auseinander zunehmen. Alles klappert so ein bisschen, und der vordere Teil der Hauptwelle will irgendwie nicht ab. Kann auch nicht, denn beim Rausziehen wollen bleiben wir am Vorgelege hängen. Wir benötigen ein kleines aber wirksames Hilfsmittel. Das obere hintere Lager muss von der Hauptwelle gezogen werden. Wir benutzen die Zwischenplatte als Abzieher! (Sie ist aus Aluguss) Dazu benötigen wir zwei Schrauben M10x80 und zwei Muttern M10. Solche Schrauben, von denen wir vorhin 6 Stück rausge-dreht haben, wo der Blechzettel dran war. Da diese aber noch voll Dichtmittel sind, nehme ich zwei fremde Schrauben. Die Zwischenplatte lässt sich etwa 7mm vom Getriebegehäuse entfernen. Auch wenn es etwas knapp ist, in diesen Abstand bringen wir links und rechts je eine Mutter ein. Und zwar an den mittleren Schraubenlöchern (da wo der Blechzettel dran war und gegenüber). Jetzt stecken wir die Schraube durch und drehen sie bis ins Getriebegehäuse rein. Die Muttern sind dabei natürlich gegenzuhalten. 17er Maulschlüssel.
    Nun werden die Schrauben gegengehalten und die Muttern immer abwechselnd gegen die Aluzwischenplatte geschraubt. Es ist nicht viel Kraft nötig. Man merkt, wie das Lager kommt. Sobald es lose ist, kann man die Hauptwelle samt Zwischenplatte nach hinten rausnehmen. Die Zwischenplatte lässt sich nun auch über die Hauptwelle nach hinten ziehen. Vorher natürlich unsere zwei Schrauben und Muttern entfernen.
    Die Hauptwelle teilt sich nun in Vorder- und Hinterteil. Genau dazwischen sitzt der Getriebeschwachpunkt Nr.2. Das Nadellager mit seinem Käfig. Es sind 10 Nadeln oder auch Rollen.
    Wir können nun auch den vorderen Teil der Hauptwelle nach vorne rausziehen. Bisher sind wir ja am Vorgelege hängen geblieben. Nun sieht man auch, warum. Das Vorgelege können wir jetzt ebenfalls einfach herausnehmen. Etwas anheben und nach hinten durchfädeln. Nicht vergessen: Es kullern noch diese 4 Distanzscheiben darin herum.
    Am hinteren Ende des Vorgeleges ist noch ein Lager drauf. Es ist ein größeres Rollenlager. An sich sollte es gleichmäßig leicht gängig sein. Dann ist es eigentlich schadlos.

    Wenn wir jetzt in unser fast leeres Getriebegehäuse schauen, sehen wir unten einen Scheibenmagneten mit Loch. Den nehmen wir auch noch raus und reinigen ihn. Man glaubt gar nicht, dass das alles bloß Abrieb ist, was da dran hängt. Und noch was ist da dran. Unser kleiner Passstift, den wir am Anfang mit dem Durchschläger aus dem Schaltstein geschlagen haben.

    Im Gehäuse ist nur noch das Zahnrad für den Rückwärtsgang samt Hebel. Will man es auch noch ausbauen, benötigt man eine (fremde) Schraube M8x80 mit Scheibe und Mutter. Als Hilfsmittel eine Stecknuss 19 oder größer. Mutter auf Schraube drehen, Scheibe aufstecken, Stecknuss auf das Gehäuse setzen, Schraube durchstecken und in Rücklaufwelle einschrauben. Die Schraube wird am Besten mit einem 13er Ringschlüssel gegengehalten, wahrend mit einem 13er Maulschlüssel die Mutter gegen die Stecknuss geschraubt wird. Dadurch wird die Welle aus dem Gehäuse gezogen.

    Wenn man einmal so weit ist, wie hier beschrieben, empfehle ich den Einbau einer Ölablassschraube. Wenn man es jetzt nicht macht, dann nie wieder. Ein halbzölliger Blindstopfen aus dem Klempnergewerbe reicht völlig aus. Keinesfalls sollte man versuchen, eine normalmetrische Schraube zu verwenden. Metrisches Gewinde hat einen Flankenwinkel von 60°, zölliges aber 55°. Es hat die Eigenschaft, sich abzudichten. Genau deshalb sind alle Verschraubungen im Heizungsbau, Klempnergewerbe und Rohrleitungsbau in Zoll ausgeführt. Nun hat sicher nicht jeder einen zölliger Gewindebohrer oder weis, wie man ein Kernloch berechnet. Macht aber nichts. Da das Getriebegehäuse ja nun leer und somit auch leicht ist, empfehle ich: Nehmt es unter den Arm und geht damit zum Klempner. Er versteht, was ihr wollt und wird sicher gegen ein kleines Entgelt ein Loch bohren und das Gewinde hinein schneiden. Die Stopfen sind übrigens Normteile. Was eine Heizkörper abdichtet, sollte auch für ein Getriebe reichen.

    Wenn wir jetzt die Hauptwelle zerlegen wollen, entfernen wir den Sprengring am Anfang der Welle. Danach kann man die Zahnräder samt Synchronisierung nach vorne abziehen. Wohlgemerkt mit der Hand – es ist kein Werkzeug nötig. Wenn man die Synchronkörper zurückzieht, sieht man die jeweiligen Schaltsteine. Einschließlich den gerade verzahnten Zahnrad geht alles nach vorne von der Welle runter. Lediglich das größte Zahnrad geht nach hinten ab (es ist das schräg verzahnte, vor dem hinteren Hauptlager).
    In der Mitte bleibt ein Segment mit einer 3-fachen Teilung übrig. Man sieht, dass es sehr feinzahnig verpresst ist. Das lässt auf große Kräfte schließen. Will man es abziehen, ist ein großer, schwerer Abzieher vonnöten. Ich verwendete einen, mit dem man sich Bremstrommeln abzieht. Um jedoch die Lager zu tauschen (was wir ja mit dieser Demontage beabsichtigen), ist es nicht nötig, das Segment zu entfernen. Man sollte sich überlegen, dass es auch wieder aufgepresst werden will.

    Als letzte beiden Arbeitsgänge bleibt uns das Ausschlagen des vorderen und hinteren Hauptlagers. Das hintere steckt ja noch in der Zwischenplatte. Diese legen wir jetzt hohl auf, sodass das Lager mit einem Schlosserhammer und einer 27er Stecknuss als Durchschläger durchgeschlagen werden kann. Es sind sicher nur zwei Schläge nötig, aber aufpassen, dass man es da-bei nicht verkantet.

    Das vordere Hauptlager steckt noch auf dem vorderen Teil der Hauptwelle. Als erstes nehmen wir den Sprengring runter. Zum Abziehen braucht man wieder einen großen, kräftigen Abzieher. Wenn keiner vorhanden ist, auch wieder kein Problem. Zur Not kann man die Welle durch das Lager ausschlagen. Dazu das Lager auf einen Schraubstock auflegen, und zwar so, dass der äußere Rand des Lagers auf beiden Schraubstockbacken aufliegt und die Wellenspitze nach oben zeigt. Wir benötigen einen kräftigen Körner, welchen wir in die Wellenspitzenzentrierbohrung setzen. Mit einem großen Hammer 2-3 mal auf den Körner schlagen, bis das Lager runter ist. :!:Keinesfalls darf man mit dem Hammer einfach so auf die Welle schlagen! Sie kann dabei beschädigt werden, sodass sie später bei der Getriebemontage nicht mehr in das Pilotlager der Kurbelwelle passt!

    Nun haben wir alles zerlegt und reinigen jedes Teil sorgfältig mit Petroleum oder Waschbenzin. Ein großes, weißes Bettlaken macht sich jetzt ganz gut, um alle gereinigten Teile wie in einer Explosionszeichnung auszulegen. Gibt auch ein schönes Bild für das Familienalbum.

    Ende

    Und wenn eure Finger dann wieder verheilt sind, geht es vielleicht weiter.


    diese anleitung (die wohl nicht komplett ist) stammt urspünglich von granni.de und wurde von Stefan Olejnicki verfaßt.
    mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do mo-do
  • ich glaube eher, dass ich eins meiner ersatzgetriebe einbaue und die überholung mal unter aufsicht eines nervenstarken nüchternen menschen vornehme...
    ich will doch nur n lager wechseln und kein space shuttle bauen... uiuiui.


    Ne Legende und ein arbeitsloser Penner sehen sich ziemlich ähnlich.
  • Die Frau hat mal eins zerlegt, bzw. angefangen es zu zerlegen.
    Da sie das ja mal gelernt hat meinte sie das wäre schon machbar.
    Beim nächsten Hallenbesuch war dann die Werkbank umgeräumt und die losen Teile von einer Kiste in eine andere geschüttet worden, mit dem Erfolg das Teile fehlten.
    Seitdem hat sie nicht mehr weitergemacht.

    Wenn wir in der neuen Halle mal soweit sind das alles richtig eingeräumt ist und steht dann wird sie sich aber nochmal damit auseinandersetzen.
    Hier liegen ja einige T9 die entweder überholt werden oder zu Teileträgern werden sollen.

    Wenn's also nicht eilt dann könnt ich mal fragen.
  • ich trau mir das schon zu, aber ich hab 1. kein bock und 2. keine zeit, da ich mit der karre ende april nach bayern fahr.
    wenn ich wenigstens genau wüsste, welches lager kaputt ist, ich will ja nur dieses tauschen und nicht das ganze getriebe überholen.
    kann man den getriebehals einfavch abschrauben? oder muss dafür die seitliche platte ab für den 5. gang? und was passiert dann?
    das fang ich nich an ohne klare anweisung, kein bock auf nen setzkasten, der platz wegnimmt.


    Ne Legende und ein arbeitsloser Penner sehen sich ziemlich ähnlich.
  • Wenn das Getriebe im 4. Gang ruhig ist, ist entweder das vordere Lager der Vorgelegewelle kaputt, was beim Granada MK III übrigens laut WHB noch ein Nadellager mit losen Nadeln ist, später gabs glaub ich auch andere.
    Oder es ist das Nadellager der Hauptwelle in der Mitte kaputt. Die Hauptwelle ist ja in der Mitte geteilt und nur im 4.Gang sind die beiden Teile starr gekuppelt und drehen sich mit gleicher Drehzahl.
    Für beide Lager muss das Getriebe zerlegt werden....
  • Ich könnte Dir das schon machen, aber weit weg und mit der Zeit ists bei mir auch immer so eine Sache...
    Nur ein Lager tauschen würd ich nicht, wenn Du sowieso schon alles auseinander hast. Bei den Inselaffen kostet ein kompletter Satz inkl. aller Dichtungen nicht viel (ich meine was um 100 Euro oder Inselaffengeld).
    Getriebelager einzeln über normale Lagerhöker beziehen geht meist auch nicht, da das oft Sonderlager waren, die zwar von namhaften Herstellern kommen, aber nicht oder nicht mehr zu kriegen sind auf Umwegen.
    Ich hatte das fürs MT75 versucht und einige Händler angefragt, die mir normalersweise auch noch Lager für zB die Überholung einer steinalten Fräsmaschine auftreiben können. Also auch bei den Inselaffen bestellt. keine 200 Pfund für einen kompletten Lagersatz mit Dichtungen/Wellendichtringen und auch gleich alle Synchronringe :spitze:

    Nur den Hals abbauen wird Dir nicht viel bringen, da siehst Du dann nur den 5. Gang meine ich.
    So wie Du schreibst, dass in allen Gängen außer dem 4. das Getriebe laut ist, ist ziemlich sicher die Lagerung der Vorgelegewelle im Arsch. Das übliche halt beim T9.
    Im 4. ists dann leise, weil die Kopplung gleich von der Eingangswelle über die Schiebemuffe auf die Ausgangswelle geht, also die Vorgelegewelle nur leer und ohne Belastung mitdreht.
    Es wird bei Deinem Getriebe mit ziemlicher Sicherheit das vordere Lager morsch sein, also genau ebenjenes, dass dann bei den verstärkten eine kleine Verbesserung erfahren hat. Das heißt allerdings auch, dass in diesem Fall das komplette Getriebe auseinander muss.

    Wenn Du Zeit hast und Dir die Kohle fürn Versand wurscht ist, dann her damit. Oder Du/ Ihr kommt wieder mal vorbei und wir machens gemeinsam :uglybeer:


    Für heuer hätte ich auch mal wieder ein kleines Treffen anvisiert, bei dem wir auf jeden Fall einen Getriebeworkchop geplant hätten.


    Prost!!



    Edit hat gesehen, dass Bibo schneller tippen kann! :thumbup:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stefan (A) ()

  • achso.
    ich hab noch n getriebe, da is aber am hals n stück ausgebrochen und es ist mit elektrischem anschluss...
    kann ich jetz von dem kapotten aktuell ausgebauten den hals einfach umschrauben oder kommt da was geflogen, muss abgezogen werden oder was auch immer?
    ich mein, das sind 6 schrauben oder so, einfach raus, hals ab und ran?


    Ne Legende und ein arbeitsloser Penner sehen sich ziemlich ähnlich.
  • Den Hals kannst Du tauschen. Geht recht einfach.
    Es muss aber auch ein Stift aus der Welle geschlegen werden, mit dem die Gänge sortiert werden, damit das Teil abgeht, wo der Schalthebel eingreift. Das steht aber recht schön im WHB beschrieben, oder auch was Mo da oben verlinkt hat.
    Eine Dichtung für zwischen Hals und Verlängerung 5. Gang wirst Du auch noch brauchen.
    Und ich mag nun nicht mehr tippen, weil ich grade nur so ein blödes Tablett zum Fingerdraufrumrutschen vor mir hab.
  • Grundsätzlich ist so ein Getriebe nicht so kompliziert wie es aussieht. Sind nur ein paar Lager und Dichtungen.
    Hatte das auch noch nie gemacht und vor 3 Jahren ein Schleppergetriebe komplett neu gelagert.
    Fährt immernoch/wieder wie einst im Mai.
    Erfahrung: Demontage/Montage in einem Rutsch machen, nicht das zerlegte Zeug monatelang liegen lassen.
    Da vergisst man vieles wie was zusammengehört.
    " Marty, er hat einen 46er Ford, wir nur einen DeLorean. Der zerfetzt uns zu Lametta. "